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Sommertrip 2015 Teil1

Urlaub war eingereicht für Sommer 2015. Aber was macht man, wenn man direkt an der See wohnt? Zelten? Fliegen? Garten? Nein, wir wollten mal raus in die Welt! Berge sehen. Wandern. Gucken. Relaxen. Der Teenyzwerg fuhr mal wieder mit den Großeltern in den Urlaub, so hatten wir quasi sturmfrei. Konnten machen was wir wollten. Zwerg, Mottenhund und wir.

Spontan wie wir sind, kauften wir uns ein Wohnmobil. Aber nicht irgendeinen, sondern unseren Hehni. Gar nicht so leicht, mal eben ein WoMo zu kaufen. Über den Preis lass ich mich mal nicht aus, wurde 10.000€ teurer als ich dachte. Aber es muss ja passen! Zu uns passen. Nicht farblich, aber eher von der Einrichtung her. An was wir alles nicht gedacht haben. Das Reisebett muss mit. Hundebox muss mit. Kindersitz für den Zwerg muss mit. Es wurden gewissen Anzeigen durchforscht, die WoMos anbieten. Neu hätte unser Reisebudget gesprengt, wollten ja auch noch etwas unterwegs erleben und essen und so. Nach einigen Anrufen mit netten Aufklärungen, wussten wir das die meisten älteren Modelle zwar Gurte besitzen, aber nur die Beckengurte. Passte also nicht mit Kindersitz. Guter Rat ist teuer, entweder bleibt der Zwerg zu Hause oder wir lassen welche einbauen. Beide Optionen erschienen uns nicht sinnvoll, da der Einbau auch nicht gerade günstig ist und die Zeit drängte, wir hatten ja schon fast Urlaub. Der Zwerg wollte natürlich auch mit. Also, weiter suchen. Kurz vorm Aufgeben, sahen wir ihn. Innenaufbau passte perfekt mit Kind und Hund. Das Innendesign war ok und der Wagen top in Schuss. So bekamen wir Zuwachs auf 4 Rädern.

Welcome Hehni!

Das Hehni langsam wie eine Schnecke war, interessierte uns noch nicht, hatten ja Urlaub. Vollgeladen bis obenhin, was da alles rein passt!? Haus war leer geräumt, so kam es mir jedenfalls vor. Und wenn Frauen packen, kommt schliesslich der halbe Hausstand mit. Kaffeemaschine, Kochtöpfe für 10 Tage, Geschirr und Besteck waren abgezählt, Grill und Kohle, Windeln für 3 Jahre, Hundefutter für mindestens 6 Monate, Zwergenklamotten für 7x am Tag umziehen, Mamaklamotten für 9 Wochen und Papas bescheidener Wäschehaufen, nein Häufchen, Ladekabel für die Technik, Essen für 25 Personen, Getränke für die Besucher einer Disco, Bettzeug und vieles anderes. In Hehni fand alles schnell seinen Platz. Nachdem wir auch noch etwas Platz gefunden hatten, ging es endlich los in Richtung Berge.

Da wir nicht stundenlang Kilometer abreissen wollten und Hehni ja auch sein Rentnertempo hatte fuhren wir langsam und gemütlich vom Norden in Richtung Osten nach Haldensleben. Einer kleinen Kreisstadt in Sachsen Anhalt kurz vor Magdeburg. Dank unserer WoMo App auf dem Handy informierten wir uns ein wenig vorher, welche Plätze und Orte wir ansteuern können, also ein bisschen haben wir uns schon vorbereitet.

In Haldersleben standen wir direkt an einem kleinen Hafen der Wassersportfreunde am Mittelandkanal. Es war nur ein kleiner Stellplatz auf einer Wiese, aber für den ersten Platz wirklich nett. Sanitäranlagen waren sauber, es gab Brötchen unweit vom Gelände und eine kleine Gaststätte vor Ort. Mit kleineren Spaziergängen rundeten wir den Tag ab und freuten uns auf unsere erste Urlaubsnacht im Hehni. Man stellt es sich ja immer so einfach vor, Bett machen, den Zwerg bettfein und mit Pulle bewaffnet ins Bettchen rein….Schrei, kreisch…..neue Umgebung, neues Bett und 2 Menschen im Raum. Der Zerg kennt es nicht, mit anderen in einem Raum zu schlafen. Er will alleine schlafen. Ok, Bier raus und ab unter die Markise vom Hehni. Ruhe. Schreiiiiiii. Papa, rein und rumgetüttelt. Das Bier wurde warm. Mama löste Papa ab. Gekuschelt, gut zugesprochen. Eingeschlafen. Leise wieder raus. Schrei….ich sass noch nicht einmal. Ok, schreien lassen. Irgendwann, wir schliefen schon fast auf unseren Klappstühlen ein, war endlich Ruhe. Dumm nur, das das andere Bier noch im Wagen war. Also, machten wir uns dann auch bettfertig, war eh schon weit nach Mitternacht.      10 Euro Platzgebühren

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Frühstück

Am nächsten Tag sind wir nach Magdeburg. Ein wenig bummeln. Und gucken.

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Die „grüne Zitadelle“ von dem netten bunten Herrn Hundertwasser. Eine schöne Stadt, aber wir wollten ja noch zu den Bergen.

Richtung Halle nach Braunsbedra ging es weiter. Der Platz, den wir uns ausgesucht hatten, war komisch. Dunkel. Unpersönlich. Passte irgendwie zum Namen. Braun. Mit deutschem Schäferhund. Gruselig. Kurz geparkt, ein Blick zu meinem Mann und schnell vom Hof. Nur weg von dort. Aber wohin? Schnell die App gestartet. Und ja…das hört sich gut an und war auch nicht weit weg. Es ging nach , ein kleiner Zeltplatz mit Kanuverleih und Tipis. Grüner gings nicht. Also farblich gesehen von der Natur. Toller Platz mit tollen Klos. Direkt an der Unstrut. Einem Bächlein. Natur pur. WOW. Was hatten wir doch für eine gute Entscheidung getroffen, das wir weiter gefahren sind. Es gab sogar frische Brötchen am nächsten Morgen. Da wir das einzige WoMo hatten, alle anderen waren mit Zelten dort, haben wir die Nacht mit Donner und Blitz am besten und trockensten überlebt. Das Einschlafen vom Zwerg lass ich mal weg, die Umgebung und der schöne Abend mit meinem Mann hat das wieder gut gemacht.Aber er ist früher eingeschlafen und so hatten wir noch einen ruhigen Abend für uns mit einem rauschenden Bach nebenan. Insgesamt 20€ Platzgebüren mit Dusche ect.

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Weiter ging es nach Bayreuth. Nach . Irres Wetter, tolle Landschaft, aber viel zu heiss. Unser Stellplatz war diesmal eine Brauerei. Familie Reichold. Der Platz war ok, wir waren mal nicht die einzigen Womos dort. Bei unserem Glück hatten wir einen schönen Platz gefunden, den wir dann aber nach 10 Minuten wieder wechselten, weil ein noch besserer frei wurde. Mit Blick aufs Feld und Wald, fast abseits von den anderen. Wenn die Hitze und diese süßen Bremsen nicht gewesen wären, ich hätte dort hinziehen können.Nach dem aufbauen aller wichtigsten Gerätschaften, wie Tisch und Stühle, Bier in den Kühlschrank, ging es erst einmal auf Erkundung, Berg hoch Berg runter und das bei gefühlten 55 Grad. Windstill. Was auch sonst? Abends wurde wieder gegrillt und ein leckeres Bier von der Brauerei getrunken. Herrlich, so lässt es sich aushalten. Am nächsten Tag hatten wir eine Überraschung mit den Großeltern geplant, nur der Opa war eingeweiht. Oma und der Teenyzwerg wussten von nichts. Oma, Opa und der Teenyzwerg hatten sich dort in einer Pension ganz in der Nähe einquartiert und bevor sie dort ankamen, musste Opa noch schnell einen Abstecher zu uns machen. Ich hab noch nie so doofe Gesichter gesehen, als sie auf den Platz fuhren. Oma dachte, toll….WoMos ohne Ende. Was hat der Alte vor?! Panik kam auf, übernachten auf 4 Rädern? Tääätääää, wir sprangen vors Auto und holten sie aus ihrem Albtraum zurück in die Realität. Wieder dumme Gesichter. Was wollen die hier? Nach ein paar Minuten erholte sie sich, der Teenyzwerg freute sich ihr Mottenhundbaby zusehen, ihren kleinen Zwerg zu knuddeln und ihre alten Herrschaften zu sehen, oder auch nicht. Wahrscheinlich dachte sie, och nö…auch das noch. Wie man so mit 13 denkt. Es wurde kurz der Hehni begutachtet und bestaunt und es kam dann doch noch Freude auf, uns zu sehen. Wir wurden prombt zum Essen eingeladen. Familie Reichold braut nicht nur, sondern kocht auch lecker. Es gab Schnitzel. So was von lecker, mir läuft gerade noch das Wasser im Mund zusammen. Wohlgenährt und satt ging es noch kurz zum Hehni und dann gab es eine kurze Verabschiedung, alle mit dicken Bäuchen, gar nicht so einfach. Wie das wohl aussah?!  Abends gab es noch eine kleine Tour mit dem Fahrrad, aber nur weil danach das Bier so gut schmeckt. Gute Nacht lieber Tag. 2 Nächte 19 Euro mit Dusche und Strom.

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Der nächste Tag brachte uns nach Bad Abbach an die Donau. Knapp unter Regensburg. Wenn ich mich recht erinnere hatten wir sogar in Regensburg einen kurzen Stop gemacht. Kann sein. Kann aber auch nicht sein. Hallo Gehirn!? In Bad Abbach haben wir an einer Therme übernachtet.Die Kaiser-Therme. Ein schöner kleiner Platz. Hehni wurde klar gemacht zum Übernachten und wir packten unsere Sachen und stachen auf zur Entdeckungstour. Es ging kleine Strassen aufwärts und kleine Gassen abwärts. Von unserem Platz aus, sah man einen Turm, den Heinrichsturm Bad Abbach. Dort ging es auch hin. Steil nach oben. Oben angekommen, hatte man einen Wahnsinnsblick auf die Donau.Der Zwerg konnte sich nach der Autotour erst einmal austoben und flitzen, mit Abstand zum Abhang. Weiter ging es dann in  Richtung Donau, schöner Wanderweg mit vielen leeren kleinen Tütchen links und rechts vom Wegrand. Tablettentütchen. In der Nähe war bzw ist eine Klinik. Fand ich nicht so toll. Über die Kondome reg ich mich jetzt aber nicht auf. Die lagen ja auch weniger, die hingen eher an den Ästen. Pfui Teufel, denkt niemand an die unschuldigen kleinen Kinder? Ach doch, deswegen ja die Dinger. Natürlich mussten wir kurz mit den Füssen in die Donau tapsen. Herrlich erfrischend nach einem langen Wandertag, ok lang war er nicht, aber steil. Abends ging es dann in die Therme zum Duschen, das gehörte zu den Platzgebühren dazu. Ab 8.00 Uhr morgens bis 20.00 Uhr abends. Ich mag es wenn mir jemand sagt, wann ich aufs Klo muss. Aber selbst ist die Frau, wir haben ja ein Klo an Bord für Notfälle. Jedenfalls waren die Duschen toll, riesig und man war ganz alleine. Der Papa war mit dem Zerg duschen, so hatte ich in Ruhe duschen können. 2 Minuten vor Schluss waren wir draussen. Natürlich musste ich auch noch mal. Uff. Platzgebühr plus Taxe 13,60€

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Nach dem Duschen zum Trocknen abgelegt

Das waren jetzt die ersten 5 Tage von unserer spontanen HehniTour Richtung Berge. Für meinen Mann war es eine Herausfolgerung so eng aufeinander zu hängen, ich kannte es von Kleinauf, weil wir gesegelt sind. Zu 4 auf einem Segelboot. Für den Mottenhund war es auch das erste Mal eine Reise zu machen, ich selbst hätte es nicht gedacht, aber sie ist der geborene Reisehund gewesen. Fortsetzung folgt….

 

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8 Kommentare zu „Sommertrip 2015 Teil1

  1. sehr lustig, vorallem weil sich unsere Geschichte so gleicht. Wir hatten auch ein paar Jahre so ein Rentnerwomo, haben tolle Fahrten gemacht und ne Menge Nerven gelassen und dann, sls nichts mehr ging und die Frage stand: wieder ein Womo? lief uns quasi das Reethaus über den Weg. Also auf ins nächste Abenteuer. Wenn ich das allerdings vorher gewusst hätte, hätten wir das kaputte Womo gern behalten um jetzt während der Bauphase drin schlafen zu können.

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