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Unnormal sein

…immer wieder lese ich bei vielen oder einigen Blogs, das die Blogbetreiber(innen) sich als unnormal betiteln. Find ich gut!

Aber was ist unnormal sein? Was ist normal? Ich will jetzt nicht googeln, ich will das jetzt mal auch von euch wissen!

Ist man unnormal, wenn man kleiner als der Durschnitt ist, wenn man eine andere Nase, als die Freundin hat, wenn man kürzere Haare als der Hollywood Star hat, wenn man einen dicken Po hat, wenn man nuschelt, wenn man braune Augen hat oder wenn man meint, einfach unnormal zu sein?

Ich geh jetzt einmal davon aus, das normal einfach dem Durchschnitt entspricht. Da hat also dann irgendjemand, mal beschlossen, das man so und so ist, so und so auszusehen hat und das man so und so zu sein hat. Das ist dann normal.

Aber wie sieht es mit dem Charakter aus? Gibts da auch Durchschnittsnettigkeit? Oder einen Durchschnitt von Eigenarten?

Gibt es überhaupt noch normale Menschen? Gibt es überhaupt unnormale Menschen? Oder reden wir uns das nur ein, das wir unnormal sind? Wo fängt es an, unnormal zu sein? Bin ich schon unnormal, weil ich mit über 40 noch ein Kind bekommen habe? Oder weil ich 2 Berufe erlernt habe? Oder bin ich normal, weil ich verheiratet bin, 2 Kinder (dann auch noch einen Jungen und ein Mädchen) habe und wir in einem Haus wohnen?

Ja, was bin ich nun?

Ich selber stufe mich in die unnormale Gruppe ein.

Warum?

Persönlich gesehen, pass ich nicht in den Durchschnitt rein. Die wollten mich nicht haben. Alleine meine Körpergröße entspricht absolut nicht dem Durchschnitt, da liege ich mit meinen 1,74 m ganze 10 cm drüber. Die deutsche Durchschnittsfrau besitzt ca 13 Paar Schuhe. Soviel habe ich nicht. Im Alter von 30, 5 Jahren heiratet die deutsche Frau. Ich war Ü40. 28 Minuten braucht sie im Badezimmer. Das schaff ich am Tag insgesamt. 23.04 Uhr ist Schluss, da gehts ins Bett bei den meisten, sorry, da penn ich schon längst.Susanne, Petra oder Claudia, mit Nachnamen Schneider oder Schmidt, passt auch überhaupt nicht zu mir.

Es gibt natürlich noch viele andere Dinge, das ich nicht zu den normalen gehöre, ich tick halt etwas anders, denke anders, zieh mich anders an, schmink mich sogar anders, weil überhaupt nicht. Auf der anderen Seite könnte ich auch normal sein, ich esse und trinke, ich schlafe und bin wach, ich gehe und laufe, ich hab 2 Beine und 2 Arme…

Vielleicht bin ich doch nicht so unnormal!?

Jetzt seid ihr dran! Was bist du?

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Autor:

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19 Kommentare zu „Unnormal sein

  1. Normalität ist ein Mythos. Es gibt den Durchschnitt und das, was als gesellschaftlich akzeptiert gilt, aber ich finde, „normal“ ist einfach nichts, das sich definieren lässt.
    Aber würde man es versuchen, wäre ich wohl auch eher unnormal, so wie die meisten, wenn sie ehrlich sind.

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  2. Ich bin ich. Punkt. Keine Ahnung, ob ich in irgendeine Statistik, Durchschnittsmenge oder sonst was rein passe oder nicht. Es ist mir auch egal, ob andere in so etwas rein passen oder nicht. Passen sie zu mir, alles gut. Mehr interessiert mich nicht.

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  3. Unnormal. ….meine ganze Lebensgeschichte ist es.Ich gehe mit meiner Vergangenheit anders um als viele Frauen denen ähnliches passierte.
    Ich mach es immer so.Was mir Angst macht will ich (durchleuchten )….😂 ausser Spinnen …die will ich nicht durchleuchten die machen mir ab einer gewissen Größe Angst.PUNKT
    1;75m bin ich auch

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  4. Ich denke alleine des eigenen Egos wegen halten sich die meisten Menschen für verrückt oder unangepasst, nicht spießig, nicht regelkonform…..Aber macht man wirklich verrückte Dinge oder denkt man wirklich so viel anders als die Masse?
    Hängt man nicht genau wie die meisten anderen abends vor der Glotze oder am Rechner? Wie oft am Tag geht der Blick auf`s Handy? Sieht man nicht genau wie die anderen mit etwas Neid auf das neue Auto oder Haus des Kollegen oder Nachbarn? Sticht man wirklich durch seine Ansichten oder seine äussere Erscheinung aus der Normalität der Menge heraus? Wer hat noch ein refugees welcome Schild am Fenster stehen? Wer fährt noch ne alte Ente mit einem Atomkraft Nein Danke Aufkleber? Selbst die Grünen Politiker kommen mit Limousine und Anzug ins Kanzleramt….
    Wann ist man das letzte Mal nachts, nackt einfach so ins Wasser gesprungen?
    Die Frage die man sich vielleicht stellen sollte ist: ist es überhaupt mein Ziel „unnormal“ zu sein oder komme ich ganz gut klar damit unsichtbar mit der Menge zu verschmelzen?
    Jeder geht seinen eigenen Weg durchs Leben, ob nun normal oder unnormal. Wichtig ist, dass man mit sich selbst im Reinen ist 😉

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  5. Danke für den interessanten Beitrag, der zum nachdenken anregt.

    Ich war und bin in vielen Dingen anders und ich bin in manchen Dingen gleich der Mehrheit.

    Aber ich habe soviel Selbstbewusstsein, dass ich mich als NORMAL betrachte und die Anderen als UNNORMAL.

    Nicht falsch verstehen, ich bin auch tolerant, aber nicht gegen die Menschen, welche nicht tolerant zu mir sind.

    Wünsche einen schönen Abend

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  6. Ich denke, dass das Empfinden für normal/unnormal mit den gemachten Erfahrungen/Erlebnissen zusammenhängt. Auch damit, zu welcher Zeit man danach fragt.
    Mitte der 60er Jahre war ich mit meinen 1.80 m die absolute Exotin und zog alle Blicke auf mich. Es war unnormal als junges Mädchen oder Frau so groß zu sein. Heute gehe ich in der Masse unter. In einer Herde weißer Schafe, ist ein schwarzes nicht normal. In 10 verschiedenen Herden weißer Schafe mit einem schwarzen dabei, sieht das schon wieder anders aus.
    Ich fände es treffender unnormal durch anders zu ersetzen. Anders ist alles, dass nicht der Masse entspricht. Aber vielleicht sehe ich das auch nur anders als andere 😆
    Alles Liebe …
    Gaby

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  7. Früher, in der Schulzeit + Pubertät, wollte ich immer normal sein, aber habe es nie wirklich geschafft und wurde deshalb vom größten Teil meiner Altersgenoss_inn_en als anders wahrgenommen.
    Mein Streben nach „Normalität“ hat allerdings dazu beigetragen, vier Jahre lang meine Homosexualität komplett zu verdrängen bzw. auszublenden, denn was nicht sein darf, kann nicht sein 😉
    Durch mein Coming Out und einige andere Dinge habe ich aber inzwischen das Selbstbewusstsein, zu mir selbst und meinen Entscheidungen zu stehen und mich nicht mehr mit irgendeiner Norm zu vergleichen, sondern meinen Weg zu gehen.
    Der ist in vielen Dingen spießig und langweilig, in anderen „unnormal“ – aber ich denke, das macht mich nur genauso individuell wie jeden anderen Menschen auch:)

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  8. Als verheirateter Reihenhaus Bewohner und Angestellter in leitender Position, empfinde ich mich als vollkommen durchschnittlich und normal. Trotzdem läuft vieles in meinem Leben so abnormal, dass ich mich gezwungen sah, in meinem Blog darüber zu berichten 😉

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