Veröffentlicht in Allgemein

Der Traum vom Wolf

20161101_105941

Der Wolf als Symboltier taucht in den Projektionen der Menschen äußerst ambivalent auf. Wie kein anderes Tier wurde er zum Symbol des Schreckens, des Bösen, zum Hexen- und Gespenstertier, Todesdämon und Endzeittier (Edda) zum Höllenhund und Tier der Unterwelt, im Christentum wurde er zum Bild der zu bekämpfenden Wollust und nicht zuletzt dem Teufel gleichgesetzt.

Im Hinduismus ist er ein Begleiterschrecklicher Gottheiten, zugleich taucht er in der antiken Mythologie als Göttertier auf (Osiris, Apoll, Ares, Mars, Artemis, Athene), in China und der Mongolei kannte man auch einen himmlischen Wolf, der als Wächter des Himmelspalastes galt.

Sagen und Legenden stellen im Zusammenhang mit ausgesetzten Kindern seine positive, mütterliche Seite dar. In unserem Raum am bekanntesten ist die Sage von Romulus und Remus, die von der Wölfin ernährt wurden, ebenso soll Kaspar Hauser von einer Wölfin gesäugt worden sein. Auch indische Sagen sprechen von Kindern, die bei Wölfen aufgezogen wurden. Andere Wolfssagen betonen neben der Gier des Tieres seine „begrenzte“ Schlauheit, im Gegensatz zum Fuchs. Vor allem in den europäischen Märchen taucht der Wolf als böses, heimtückisches, gieriges, fressendes Tier auf (Rotkäppchen, Grimm Nr. 26, Der Wolf und die 7 Geißlein, Grimm Nr. 5, u. a.). Er trägt Züge des „Werwolfs“ und „Wolfsmenschen“, hinter denen sich Verbrecher und Ausgestoßene, die im Mittelalter in die Wälder verbannt wurden, verbargen………

Quelle

Nein, wir wollten nach dem Mottenhund keinen Hund mehr haben. Irgendwie ist man doch immer eingebunden, kann keine Spontanübernachtungen bei Freunden/Bekannten machen, keine „ich flieg mal kurz in den Süden

“ Trips machen, keine chilligen Tage auf dem Sofa verbringen – immer wartet jemand auf die nächste Gassirunde. Bei Regen, Sturm, Hagel, Hitze und anderes Wetter, der Mottenhund muss raus! Aber mal ganz ehrlich, wer will schon so spontan bei Bekannten übernächtigen? Wer will in den Süden? Wir nicht! Wir gehen auch bei Regen raus. Und der Mottenhund ist ja auch noch da😍

Wie wir darauf kamen, weiss ich gar nicht mehr so genau. Die Liebe zu Wölfen steckte schon immer in uns. Diese Fazination. Diese Eleganz der Tiere. Deren Wesen. In jedem Tierpark oder Zoo ging es zu den Wölfen, die d

ort eingesperrt in der Sonne dösten. Als Kind stand ich stundenlang vor einem ausgestopften Wolf, für mich lebte er irgendwie. Seine Augen ( aus Glas), sahen mich an, beobachteten mich. Über die TWHs hatten wir schon des öfteren gehört und gelesen. Und durch Zufall sahen wir unseren Snorre in einer Anzeige. Ui, schon fast 10 Monate. Lieber wäre uns im ersten Augenblick ein Welpe gewesen, alleine wegen dem Zwerg. Da die Erziehung etwas anders verläuft, wie zBsp. das Stubenrein werden, entschieden wir uns für unseren Wolf. Der Züchter wurde angeschrieben, natürlich erst mal nur aus Interesse. Prombt rief der uns dann auch gleich mittags an. Und nachmittags durften wir schon den Wolf besichtigen. Das Schicksal hatte zugeschlagen. Snorre sollte zu uns. Ja, wir waren uns ohne viel Worte einig. Auch wenns mal wieder sehr sehr spontan war. Manch andere planen so etwas über Monate. Erfahrungen haben wir unser ganzen Leben mit den Fellnasen gemacht, wenn auch nur bei Hunden mit so gut wie 0% Wolf. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie mein Herz bubberte. Mein Magen hüpfte wie doof. Wir bekommen einen Wolf. Ok, soweit war es noch nicht. Erst einmal gucken ( ach, ist dann eh zu spät). Wir entschieden uns, das mein Mann alleine hinfährt. 5 bis 6 h Fahrt plus blablabla, wären für den Zwerg, nein für uns zu hibbelig. Wäre auch schon fast seine Bettgehzeit und draussen im Dunkeln warteten eh die Geister. Wir hatten Halloween! Und ganz ehrlich, ich hätte die Fahrt dort hin nicht

überlebt. So, versuchte ich die Zeit entspannt mit dem Zwerg und vielleicht das letzte Mal alleine mit dem Mottenhund zu verbringen. Gut das man während der Schwangerschaften Atemübungen gelernt hatte. Ich hoffe, mich hat niemand gesehen. Dem Teeniezwerg haben wir nichts erzählt, was mir die Wartezeit nicht gerade leichter gemacht hatte. Ich liebe Überraschungen. Endlich nach gefühlten 22h klingelte mein Handy. Mein Mann. Ich hab mich verfahren. Nur leicht. Meld mich nachher. Puh. Herz wieder gesammelt. Nach knapp 1,5 h klingelte wieder mein Handy ( ich hatte es sogar mal auf laut) …ich glaub wir haben einen Wolf. Ich muss das mal kurz regeln und meld mcih in 5 Minuten wieder. Klick. Äh, ja…wie? Ich glaube? Haben wir ihn oder nicht? Ich liebe solche Telefonate. Diese 5 Minuten dauertern dann doch etwas länger. Snorre saß mit meinem Mann auf einem Parkplatz, als mein Handy erneut klingelte. Wir haben einen Wolf. 2 Stunden später trafen wir uns dann auf neutralen Boden mit dem Mottenhund, die ja nun nach 6 Jahren Einzelhaft einen Untermieter bekommen sollte. Sie zeigte ihre Zähnchen, sah wohl nicht, das ihr neuer Kumpel ein paar Köpfe größer war, danach ignorierte sie ihn den ganzen Spaziergang. Typisch Mottenhund. Zwischenzeitlich konnte ich es nicht mehr an mir halten, ich musste dem Teeniezwerg alles beichten. Sah ich da etwa Tränchen in ihren Augen?

Nach 2 Tagen immer mal wied

er Mottenhundzähne zeigen, spielten beide plötzlich spätabends bei uns im Garten wilde Sau. Freunde. Jedenfalls fast den ganzen Tag. Der Zwerg redet nun ununterbrochen: Wolf, Wolf, Wolf, Wolf…..Arm im Maul, Hand fast weg, Hand fast immer am Fell. Da muss noch etwas dran gearbeitet werden. Wir wollen den Zwerg schliesslich im Stück behalten.

Fortsetzung folgt…..

Advertisements

Autor:

wild beherrscht lieb kompliziert normal chaotisch anders meer liebend kreativ tätowiert mutter frauchen ehefrau geliebte freundin rabenmutter köchin photografin bullifahrerin exseglerin exaupair lebend erfrischend lustig sensibel ich

10 Kommentare zu „Der Traum vom Wolf

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s