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Hunde (halter) geschichten

Da macht man seine abendliche Hunderunde mit den Hunden und trifft einen Hundehalter inkl Hund. Der Weg verschneit und teilweise ziemlich matschigrutschig. Und dann noch dunkel. Wie es sich gehört nehmen wir die Hunde an die Leine und stellen uns auf sicheren Boden etwas abseits vom Weg. Man selber kennt ja seine durchgeknallten Fiffis.

Nach Stunden kommt dann endlich auch der HH mit seinem Hund. Ja,er hat gesehen,das wir extra wegen ihm zur Seite gegangen sind. Sein Hund ohne Leine. Klar. Unsere stemmen sich schon in die Leine mit Konzert. Sein Hund immer noch ohne Leine,kläffend immer näher kommend. Ja,kniehoch und meint er wäre der King. Immer im Eiltempo auf uns zu,sein HH in leiser Fispelstimme: Trixxxxxiiiiiie. Komm.

So langsam wird der Boden unter mir weicher. Nabend,grüßt uns der HH und bleibt vor uns stehen. Man,da ist aber jemand zickig! Ja,gleich sind hier nur 2 Hunde…..verzieh dich endlich (leise in meinen Bart gebrummelt)…..

Ein anderer Tag ,ein anderer Ort. Alleine mit unseren Bestien irgendwo auf dem Land. Herrlich. Doof nur,daß hier jeder Anwohner mindestens einen Hund hat. Aber egal. Getroffen haben wir nur einen,gesehen aus der Ferne bestimmt 14. Der Mottenhund wie meistens ohne Leine,der Wolf gesichert mit Leine. Hier gibt es ziemlich viel Wild und der Wolf hat ja immer Hunger ,dabei hat er eigentlich große Ohren zum Hören des Rufens von mir ,aber die hat er dann wohl weggeklappt. Deswegen und wegen anderen Gründen:Leine.

So gingen wir dann unseren Gang. Der einzige Hund,den wir aus der Nähe sahen,kam uns mit einem älteren Muttchen entgegen. Ohne Leine. Den Mottenhund nahm ich ran und suchte uns eine Stelle etwas abseits vom Weg. Ja,auch das Muttchen sah unsere Aktion. Sie nahm ihren kleinen Terriermix auch an die Leine. Fast parallel zu uns. Meine beiden wieder in Action. Ihr Terriermix kläffte auch wie blöd und ließ sich nur mit Mühe anleinen. Schön. Alle Hunde gesichert. Dann kann es ja gleich weitergehen. Aber was macht das Muttchen?

Sie kommt mit ihrem kläffenden Terriermix auf uns zu. Immer näher und näher. Da ich meistens ein Leinenchaos in der Hand habe und knapp 55 kg wuppen muss,dazu noch gefrorene Hände, wurde es etwas unangenehm für mich. Das Muttchen fragte doch tatsächlich,ob ihr Hündchen mal an meinen beiden schnuppern dürfte😣. Er sei auch ganz lieb. Ahja. Zu dieser Zeit war kein Hund mehr lieb,alle 3 zeigten schon ihre Beisserchen. Ich bat die Frau doch einfach weiter zugehen,da es hier sonst gleich eskalieren würde….beleidigt schimpfend zog sie weiter. Keine Ahnung was die Dame verstanden hatte.

Ich liebe solch Situationen. Warum kann man nicht einfach mit seinem Hund weitergehen? Wenn meine Hunde mit anderen Kontakt haben sollen,gehen wir auf Hundewiesen oder Hundestrände.

Wenn ich einen Hund halte,sollte man sich etwas auskennen oder? Ich fahre ja auch nicht einfach mit dem Zug als Lokführer weg…..Dieser ist sicherlich gut informiert über sein Gefährt. HH oft nicht. Zumindest habe ich bei einigen dieses Gefühl.

Heute morgen bin ich nach unserer Hunderunde noch mit dem Hund meines Jägers, der immer noch im Krankenhaus liegt,gegangen. Kleine Runde durch den Wald. Angeleint, da bei uns Leinenpflicht herrscht.

In der Ferne sehe ich schon eine Frau mit einem etwas älteren Labrador uns entgegen kommen. Natürlich ohne Leine. Als sie uns sah,versuchte sie ihren Hund anzuleinen. Versuchte. Hund im Busch,Frau hinterher. Hund auf dem Weg,Frau hinterher. Ich blieb stehen und wartete,das sie ihren Hund an die Leine bekommt. Irgendwann schaffte sie es auch. Sie ging einen Bogen um uns,da ihr Rüde etwas motzig war. Beim Vorbeigehen,sagte ich ihr,das hier übrigens Leinenpflicht ist. Ja,das wüsste sie. Aber ihr Hund gehorcht ja. Ich muss dazu sagen,das es mir immer noch nicht wirklich gut geht, aber trotz Halsschmerzen konnte ich mir ein lautes Lachen nicht verkneifen.

Schön,das ihr Hund so schön hört. Herrlich.

Letztens geh ich nur mit unserem Wolf duch den Park. Kackt ein grosser Hund einen dementsprechenden Haufen vor unsere Füße. Der HH ging weiter. Als ich ihn drauf ansprach,guckte der mich etwas verdattert an. Es sei ja nicht sein Haufen. Ich, ne….Aber der von ihrem Hund. Darauf hin erwiederte der nette Herr, auch das wäre nicht der Fall und grinste. Es sei nicht sein Hund,er führe ihn nur aus und so wäre es auch nicht sein Haufen.

So einfach ist das.

Vor einigen Jahren war ich mit dem Mottenhund unterwegs. Gleiche Jahreszeit wie jetzt ungefähr,vielleicht etwas frühlingshafter.

Der Mottenhund war mal wieder auf Hütearbeit aus. Sprich sie flitzte durchs Wasser hinter den Enten her. Kurz war sie dann auch mal neben mir zu sehen. Es kamen uns Passanten entgegen und die waren total begeistert von dem Mottenhündchen. Wie hübsch und wie toll und wie schlau….ups….weg war sie schon wieder. Auf Hüterei in der Kieler Förde. Natürlich war das auch noch ein Natutschutzgebiet. War klar oder?

Plötzlich fanden die Passanten den Mottenhund nicht mehr so niedlich. Plötzlich war es ein blutrünstiges Ungeheuer was die armen Enten fressen wollte. Es wurden andere Spaziergänger dazu geholt und es wurde böse geschimpft. Klar. Ich hab den Mottenhund ab und an gerufen. Aber wenn die im Blutrausch ist,hört sie mich nicht. Da gibt es nur die Enten und sie. Zum Glück wusste ich,das der Mottenhund ein Hütehund ist und es die Federtiere nur hütet. Also keine Gefahr für Hund und Vogelvieh. (Normalerweise war sie auf dieser Strecke auch immer brav an der Leine,weil ich es auch nicht toll finde,wenn sie Vögel hütet und aufscheucht!) Die Passanten drohten sogar mit der Polizei. Ja. Nun musste ich unsere Berufung ja mal Preis geben. Ich erklärte der aufgebrachten Traube ,das wir Beauftragte von der Gemeinde wären,quasi Sport und Fitness für die Enten nach dem Winter. Schließlich sind sie ziemlich FETT geworden von den ganzen Passanten,die non stop die Enten füttern müssen. Natürlich guckten einige viele etwas verschämt auf den Boden mit ihren Brottüten in der Hand.

Die Passanten fanden diese Idee von unserer Gemeinde klasse. Leider musste ich schnell weitergehen,es warteten ja noch viele Enten auf uns.

Als HH muss man ab und an gute ausreden haben.

Musstet ihr euch auch schon mal rausreden mit eurem Fellnasen?

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29 Kommentare zu „Hunde (halter) geschichten

      1. Na ja, manchmal finde ich es nicht so lustig. Besonders wenn unsere Hunde angeleint sind, weil eben, wie Du ja auch schreibst, Leinenpflicht ist und ein unangeleinter Hund auf sie zurasen muss, der HH schreiend hinterherkommt um einem dann zu erklären, der ist lieb der tut nichts. Man selbst jedoch alle Hände voll zu tun hat die Hunde an der Leine zu beruhigen. Dabei muss man dann auch noch ruhig bleiben um seine Hunde nicht noch aggressiv zu machen.

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      2. Ne…Das finde ich auch nicht lustig. Bin gestern erst im hohen Bogen hinter Snorre geflogen,weil da mal wieder jemand war,der immer näher an uns ran musste. War dunkel und der HH erkannte mich nicht😏bin extra auf eine Wiese gegangen,und der Typ watschelt hinterher🙄

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  1. Huh, ich habe keine Fellnase. Aber als nicht-Hundebesitzer kann ich nur sagen: Danke, dass Ihr Eure Tiere an die Leine nehmt, dort, wo es angesagt ist. Wenn man als Nicht-Hundebesitzer meckert, kann man nämlich genausogut mit der nächsten Straßenlaterne sprechen….ich mag Hunde gern, aber je nachdem, wo sie alleine herumtollen, wird mir als Freizeitsportlerin auch schon mal Angst und Bange. Und das Thema Hören, das ist ja wie bei den Kindern. Ohren weggeklappt…der will nur Spielen! Arrrrrrrgh!

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    1. Da gebe ich dir recht. Es gibt zum Glück ja auch die vorbildlichen HH wie mich😉die ihreHunde rannimmt,wenn die Stockenten wieder den Wald pflügen,wenn Mountainbiker durchs Gelände fliegen….Ich nehme Rücksicht. Aber es juckt mir manchmal schon in den Händen ,den Mottehund hinter den anschleichenden Joggern zu hetzen😉😂

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  2. Gut, dass du so diszipliniert bist. In Hamburg geht kaum jemand mit Leine. Eine Sache, die umbedingt eine Vorschrift ist, aber eben kaum vom Ordnungsamt kontrolliert bzw. geahndet wird. Da liegt eine Menge Geld für die Stadt auf der Strasse.

    Dasselbe bei den Hundehaufen. Zwar finde ich mehr würgende Hundehalter als Ignoranten, aber je asozialer das Umfeld, desto mehr Haufen auf dem Gehweg.

    Es wird Zeit, aus der Ordnungswidrigkeit ein Bußgeld zu machen.

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  3. Solche Begegnungen kenne ich noch gut aus meinen Zeiten als Hundehalter. Das scheint wohl überall so zu sein. Die letzte Story mit den Enten ist Spitze, deine Reaktion einfach genial. Hund als Fitnesscoach für dicke Enten. 😂😂😂

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  4. Liebe Manu,

    du hast ein großes Hundebesitzer Problem sehr lustig beschrieben.
    Habe zwar keine Ausrede parat, aber einen Tipp der bei mir immer geholfen hat.
    Ein freundliches HALLO und folgenden Spruch hinterher:
    „Vorsicht meine Hund hatte heute noch kein Fressen!“ *grins*
    Aber deine Ausrede war schon mal einsame Klasse! 😉

    Manu ich sehe dich gerade im Matscheschlamm vor mir stehen. Und du musst mit zwei völlig kampfbereiten, wilden Hunden kämpfen. 😂
    Och nö, stimmt doch gar nicht – die Zwei sind doch so lieb.
    Ich wünsche dir weniger Begegnungen mit solch doofen Hundebesitzern und
    den selbsternannten Fachleuten, die immer alles ganz genau wissen. 😦

    Lieben Gruß zu euch,
    Lilo

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  5. Mir scheint das von Dir beschriebene Hundehalterverhalten in den letzten Jahren immer mehr geworden zu sein. Ich hab keine Ahnung, was die Leute sich dabei denken, viel kann es nicht sein. Oft habe ich den Eindruck, das sind Leute, die eigentlich über den Hund Kontakt zu anderen Menschen suchen, um ne Runde zu kommunizieren.
    Ich hatte aber auch schon absurdeste Situationen und Dialoge, die mich daran zweifeln lassen, ob die Leute überhaupt noch wahrgenommen haben, was ich sage, oder tue.
    Bei einem war ich mir sogar sicher, dass er seinen Hund absichtlich an der Leine zu uns geführt hat, damit es zur Beißerei kommt. Das ist allerdings eine Ausnahme gewesen.
    Insgesamt ist die Anzahl der Hunde in unserem Ortsteil in den letzten Jahren massiv gestiegen. Die zur Hundehaltung nötigen Kenntnisse allerdings leider nicht. Das die Gehwege voller Hundehaufen liegen ist auch neu bei uns. Bis vor ein paar Jahren war es jedenfalls eine sehr seltene Ausnahme.

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    1. Ja….weil eben JEDER einen Hund Dank Ebaykleinanzeigen und Co. sich mal eben holen kann….Zur Not kann man ihn da ja auch wieder berscherbeln….Mal ganz krass ausgesprochen😣 Bei manchen ist es auch ein Imageding….Geiles Auto,cooler Hund…..Ach, wenn das nicht alles so traurig ist,könnte man über einige Lachen….

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      1. Solange niemand zu schaden kommt ….Aber gerade erst wieder einen Aufruf gelesen,wo eine HH eine andere sucht,nachdem ihr Rüde und sie selbst verletzt wurden und die andere sich verpieselt hat….Dazu gab es noch dumme Sprüche. ….🙄

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      2. Der Typ von dem ich oben erzählte, der seinen Hund offenbar auf meine losgehen lassen wollte, hat sich auch vom Acker gemacht. Allerdings gab es noch mehr Vorfälle mit denen, ein Nachbarshund musste auch in Tierklinik operiert werden, nachdem er gebissen wurde. Seitdem hat die ganze Nachbarschaft ein Auge drauf, den Hundehaltern wurde angekündigt, dass das Ordnungsamt eingeschaltet wird, wenn nochmal was vorfällt und gegebenenfalls auch Anzeige erstattet wird. Seitdem scheint nichts mehr passiert zu sein. Trotzdem ein ungutes Gefühl, was ich früher in der Gegend nicht so hatte, beim Gassi gehen. Auf der Wiese, wo die Hunde frei laufen können, rechnet man dann irgendwie doch damit, dass der aggressive Köter plötzlich angeschossen kommt.

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