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Ich bin wieder da

Ui, mein letzter Beitrag ist schon wieder 13 Tage her. Nun wird es echt Zeit, euch wieder an meinem Leben teilhaben zu lassen.

Ich bin wieder da!

Einen ganzen Monat musste ich aussetzen, wegen einer blöden Augenentzündung, die den niedlichen Namen Regenbogenhautentzündung trägt. Habe davon ja schon berichtet. Schont bitte eure Augen, es ist nicht schön wochenlang halb blind durch die Gegend zu laufen. Von den doofen Schmerzen will ich gar nicht erst anfangen. Nachdem ich dann endlich die richtige Diagnose hatte, vorher sollte es ja nur ne Bindehautentzündung gewesen sein, ging es von den Schmerzen her auch langsam besser. Jeden Tag schön Tropfen ohne Ende eingenommen, Cortison und pupillenerweiterne Tropfen und abends noch Salbe.

Da der Zwerg ja nun auch noch Kindergarteneinschulung hatte, musste der Papa sich Urlaub nehmen, damit ich dann halbblind den Kindergarten aufsuchen konnte, ohne noch die Hunde an den Hacken zu haben. Die ersten 3 Tage blieben wir 1.5 bis 2 h dort. Donnerstag und Freitag konnte ich mich schon etwas entfernen und durfte in einen anderen Raum zum Zeitung lesen ( haha, ich saß mit Sonnenbrille und versuchte mein Auge zu schonen). Das klappte alles wunderbar, sodaß wir gleich ein verlängertes Wochenende hatten, Feiertag inkl. Brückentag der KiTa. Mittwochs ging es dann wieder weiter. Die Tropfen für die riesigen Pupillen hatte ich abgesetzt, musste ja auch wieder Autofahren. Nix mit Halloween und Kinder erschrecken mit meinem Auge….Ich sah wieder normal aus.

Zum Glück konnte ich den Zwerg nun abliefern, etwas da bleiben und dann verschwinden. Mit beiden Hunden ab durch den Park und dann nach Hause mit Handy in Sicht, nein in Hörbereitschaft. Nix mit Saugen und so….könnte das Handy dann ja überhören. Mittags dann wieder, nur anders rum, den Zwerg abholen. 5 Minuten verschwommen Autofahren ist ja genau mein Ding, war froh, wenn ich wieder unterm Carport stand.

Der Kindergarten ist klasse, wir sind super zufrieden und der Zwerg auch. Jedenfalls kommt er morgens freiwillig mit.

Viel ist in den letzten Wochen nicht passiert. Bin natürlich trotz „Torkelei“ rausgegangen,wir waren beim Jäger oder bei Zwergs Freundin im Garten und haben uns den Hintern abgefroren, abends muss nun der Teeniezwerg mit, weil das Dunkle mit den Lampen und Lichtern noch sehr unangenehm ist. Einkaufen ist auch nicht ganz so der Renner, durch dieses gemeine Licht in den Läden, bekomme ich ganz schnell mal Kreislaufbeschwerden….ja,ich werde alt. All so doofe Wehwechen, die ich zur Zeit habe. Von meinen Hüftschmerzen erzähle ich euch lieber nichts, die hab ich immer mal wieder, nerven ziemlich, kommen aber von meinem kaputten Knie. (Patellefraktur mit knapp 18 Jahren)

Bevor ich aufhöre zu Jammern: Meine kleine OP am Montag habe ich gut überstanden. Konnte gleich mittags zurück nach Hause. Durch die fachmännische Gabe von Schmerzmitteln direkt nach der OP, war ich auch bis abends gut versorgt. Abends fing es dann leicht an zu zwicken. Habe mir dann abends eine Schmerztabletten genehmigt, bei der ich weiss, das sie auch helfen. Ich weiss aber auch, das ich auf diese leicht allergisch mit einer Urtica reagiere. Frau sorgt vor und nimm dann auch gleich FenistilTropfen, die dann gleich gegen die Allergie kämpfen. Klappte bis jetzt immer ganz gut. Ja, mein Hausarzt weiss davon.

10 Minuten nach Einnahme der Tablette ging es los. Fieses schmerzhafte Kitzeln in den Handinnenflächen. Ganz dolles Pulsieren am Hals mit Schwellung des Rachenraumes ( was ich erst gar nicht so geschnallt habe) , Schwindel bis kurz vor Ohnmacht und Übelkeit mit Erbrechen. Also gut ging es mir nicht. Meinem armen Mann hab ich immer nur gesagt, das ich sterbe. Krankenwagen wollte ich nicht, konnte alles noch einigermaßen kontrollieren. Ne, auf so was hatte ich keine Lust, fühlte mich einfach beschissen und muss nicht noch fremde Leute zu Besuch haben!

Vernünftig war es wahrscheinlich nicht, aber zum Sterben war es einfach noch zu früh. Nachdem ich über eine Stunde auf dem Boden im Bad lag ( irgendwie mein Lieblingsort, wenn es mir besch…. geht) , vorher lag ich gefühlte Tage auf dem Bett, schleppte ich mich wieder rüber ins Schlafzimmer und schmiss meinen Mann raus, der musste diese Nacht beim Zwerg schlafen.

Nun chill ich heute noch etwas rum, morgen bin ich wieder mit Allem alleine. Hoffe, das ich dann wieder einigermaßen fit bin und alles gut läuft!

Mit Sonnenbrille schreiben ist etwas komisch, weil die tastatur kaum zu erkennen ist. Ja, ich kann blind schreiben, aber schiele doch gerne mal hin und wieder drauf…..

Bevor ich es vergesse:genesung.jpg

Ich habe mich wahnsinnig gefreut (freue mich immer noch) , immer wieder zwischendurch etwas von euch gehört zu haben – Danke!

 

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Eine wundersame Rettung „Blogvorstellung“ Miranda

Gestern bekam ich eine ganz liebe Anfrage bezüglich meiner Blogvorstellung. Nicht vom Betreiber des Blogges persönlich, sondern von einer Freundin, die ihrer Freundin Susanne eine Freude machen möchte. Ich selber folge dem Blog auch schon einige Zeit und ich finde es einfach wundersam…nicht nur den Blog.

Susanne war schon immer ein sehr tierlieber Mensch. Hunde, Katzen, Schafe – sie kümmert sich liebevoll um sie. Ob ihre eigenen oder auch fremde Tiere (sie hatte mal einen Betreuungs-Service).

Es war gerade erst 6-jähriges Jubiläum und aus dem Projekt Hilfe für Miranda wurde der Verein Tierhilfe Miranda e.V

Wir sind ein kleiner Tierschutzverein, der sich um alte und unvermittelbare Pferde, Hunde, Katzen und Schafe kümmert. Auf unserem Gnadenhof leben zur Zeit, zwei vor dem Schlachter gerettete Pferde: Miranda eine ausrangierte Hannoveraner Zuchtstute, die nach zwei Totgeburten, mit 20 Jahren, herzlos geschlachtet werden sollte. Ihr ganzes Leben war sie beim selben Züchter, der sie einfach wie ein Stück Müll entsorgen wollte, als sie ihm kein Geld mehr einbrachte. Nun lebt Miranda mit ihrem Weidekumpel, unserem Opa Bachus, ein artgerechtes Leben im Offenstall. Bachus ist ein etwas zu groß geratenes Deutsches Reitpony, mit einer bewegten Vergangenheit. Am Ende seiner „Karriere“, unter anderem als Schulpferd, stand er in einem Reitstall und niemand zahlte mehr die Stallmiete für ihn. Auch er wäre fast beim Schlachter gelandet – unverschuldet wie Miranda.
Unsere Hunde sind ehemalige spanische Straßen- und Kettenhunde. Da wo wir gerne Urlaub machen, haben es Hunde schwer. Durch schlechte Erfahrungen und fehlenden Kontakt zum Menschen, sind unsere Hunde unvermittelbar. Sie bleiben, genau wie unsere Katzen und Schafe, bis zu ihrem Lebensende auf unserem Gnadenhof.
Die alten Tiere verursachen laufend hohe Kosten. Wir benötigen dringend Futter, Einstreu, Wurmkuren, Flohmittel. Der Hufschmied und Tierarzt kosten Geld. Reparaturen an Stall und Weidezaun müssen finanziert werden. Im Alter kommen die Zipperlein, auch bei den Tieren. Einige unserer Tiere sind chronisch krank, das verursacht wieder höhere Kosten.
Ohne Hilfe ist das nicht für uns zu schaffen. Darum freuen wir uns über jede Unterstützung!

Vielen Dank, im Namen der Tiere!
Tierhilfe Miranda e.V.

Liebe Susanne, ich hoffe es ist ok, wenn ich über eure „Arbeit“ schreibe, bzw deinen Blog vorstelle. Ich finde es toll, was ihr macht….leider ist Miranda kein Einzelfall und es wird wohl auch nie wirklich etwas dagegen unternommen. Alt, krank und so nicht mehr einsatzfähig, kann weg! Fahrräder, Handys ect werden liebevoll gehegt und gepflegt. Wenn kaputt, dann wird es sorgfältig repariert. Irgendwie verkehrte Welt oder?

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Wochenrückblick oder Huch ist schon wieder Montag?

Sommerliche Temperaturen, Gewitter und ganz viele Blümchen, die bei uns ja nicht allzu lange blühen…brachte nun schon die ersten Wochen im Juni. Laut Wetterbeircht aber doch recht regnerisch, obwohl die Kieler Woche noch gar nicht da ist. Sicherlich übt das Wetter schon für die KW. Meistens ist es stürmisch und regnerisch zu diesem Ereignis. Mir aber egal, weil wir gehen eh nicht hin. Früher fand ich es noch ganz nett, da habe ich aber hauptsächlich dem Segeln diese Woche gewidmet. Oder als jugendliche Erwachsene dem Alkohol. Nein, ich lag nirgends rum, habe auch immer wieder nach Hause gefunden….war ja vernünfig.

Montag Pfingstmontag Chilliger Tag. Morgens früh hoch, weil die Hunde es so wollten und der Zwerg fit war. Morgendliche Hunderunde alleine. Nachmittags sind der Zwerg und ich zum Baden zu seiner Freundin rüber. Das Wetter war recht schwül. Papa musste mit den Hunden los und war über seine Wahl in den Wald zu gehen nicht allzu begeistert. Da hatten wir das im Garten von Zwergs Freundin schon etwas besser.

Dienstag heute hatten wir mal Logo, anstatt am Mittwoch. Einkaufen habe ich wegen der Wärme abgeblasen. Das Eis für den Zwerg musste natürlich sein. Mittags sind wir noch mal mit den Hunden in den Wald gefahren. IMG-20170608-WA0013Kurz einkaufen, war dann endlich etwas schattiger und die Hunde konnten im Auto kurz warten. Nachmittags wieder zur Freundin vom Zwerg. Mit plötzlichem Guss von oben. Die Kinder tanzten dann im Haus weiter.

Mittwoch Normale Hunderunde. Papa muss heute mit dem Auto in die Werkstatt. Wir verlieren Diesel. Ah…neue Reifen brauchen wir auch…und hinten neue Bremsen. Ja und der TÜV wartet auch schon. Das Wetter war heute etwas aprilig.

Donnerstag Morgens mit dem Zwerg und den Hunden im Wald. Regen kommt im Wald auch immer gut. Entweder hat man einen Baum gefunden, der so viele Blätter hat, das nur eine geringe Anzahl von Tropfen durch kommt oder man findet einen, der die Tropfen um das 70fache vergrößert. Irgendwie hatten wir nur diese gefunden. Nachdem wir pitschenass waren und viele Schnecken gefunden hatten, ging es wieder nach Hause. Nachmittags kamen Oma und Opa noch kurz vorbei. Oma kommt ja nicht zu uns wegen dem Wolf.IMG-20170608-WA0002

Freitag Um 5 war die Nacht bei mir zu Ende. Der Mottenhund musste mal raus. Um halb 7 kam ein schrecklicher Schrei aus dem Nebenzimmer vom Teeniezwerg. Naja, dafür war das Wetter gut. Den Vormittag haben wir im Garten verbracht. Mit frischem Wasser für den Pool, der aber nach 3 Minuten schon wieder ziemlich verschmutzt war.

Samstag Hunderunde früh im Wald. Danach wurde gefrühstückt und ab in den Garten. Eigentlich wollten wir an den Strand, konnten uns aber null aufraffen. Es war warm und so anstrengend. Die Männer sind dann noch kurz noch ins Bauhaus um die Ecke gefahren. Der Zwerg brauchte neuen Sand für seine Sandkiste. Wo bleibt nur immer der Sand. Ich habe in der Zeit ein wenig das Beet gemacht und mit den Hunden eine Runde gedreht. Als ich zurück kam, waren beide schon am Umfüllen vom Sand. Und ich habe Blümchen bekommen.

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Nun haben sie natürlich nicht mehr ganz so viele Blüten!

Zur Belohnung gabs auch noch einen Kuchen mit Rhababer und Erdbeeren.IMG-20170609-WA0020

Späten Nachmittag gabs dann Würstchen und Fleisch vom Grill.IMG-20170610-WA0021

Sonntag Heute hat meine Ma Geburtstag! Alles alles Liebe zu deinem 71.      Sonne und Wind…..ja, wo waren wir wohl?

Durch den Feiertag ging die Woche noch schneller rum. Auch schön. Bin mal gespannt, wie der Fotowettbewerb bei Sven läuft. Hoffe, das viele mitgemacht haben! Bilder und Text von unserem Sonntag folgen. Über die Mail von der Frau Lampenhügel habe ich mich diese Woche besonders gefreut. Vielen Dank für die lieben Worte und die Nominierung zum gefühlten 101. Award! 😉

Euch eine ganz prima Woche!

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Unhygienisch und Spiesser

Gestern waren der Zwerg, die Hunde und ich nach der Gassirunde einkaufen. Zuerst ging es ganz entspannt zu dem großen Laden, der ein A in seinem Logo aufweist und in Süd und Nord aufgeteilt ist. Wir waren bei Nord. Entspannt ging es zu den Einkaufswagen. Der Zwerg wollte schieben. Ok. Die ersten Meter war es auch ok, dann aber gab er Gas. Konnte nichts sehen, aber auch nicht hören. Schwuppdiwupp gabs den ersten Volltreffer. Was stehen auch Leute da rum? Und wieso stellen alle Leute ihre Einkaufswagen in den Gang? Zum Glück, bevor Schlimmeres passieren konnte, konnte ich ihn dazu überreden sich in den Wagen zu setzen, natürlich als Ansporn gabs Schoki.  Noch vor dem Bezahlen war die Packung fast leer. Ist das schon Diebstahl? (wir haben die „fast“ Leerpackung natürlich bezahlt) Nun standen wir an der Kasse und legten unser Eingekauftes auf das Laufband/Fließband, um schnell wieder rauszukommen. Mag nicht gerne in der Schlange stehen.

Hinter mir stand ein Ehepaar im Rentenalter. Ich hörte nur: Hundekacke, wie ecklig. Mädchen. Einkaufswagen. Wie unhygienisch. Ist doch echt der Hammer.

Ja, bei Hammer drehte ich mich um und fragte den Herrn hinter mir, wo nun das Problem ist? Und das das Mädchen ein Junge ist. Er versuchte mich aufzuklären. Im Einkaufswagen liegen Waren, Eßwaren. Und das Mädchen ist bestimmt mit ihren Stiefeln durch Hundekacke gelaufen oder durch anderen Dreck. Junge! Junge! Und der Junge hat keine Hundekacke an den Schuhen!

Nun klärte ich den Mann auf. Das Mädchen ist immer noch eine Junge. Und ich gucke bevor ich das Kind in den Einkaufswagen setze, ob die Schuhe sauber sind! Auch wenn er sich auf die Parkbank stellt! Wir haben selber Hunde und da achtet man einfach drauf! Im Übrigen ist alles was man hier einkauft eingeschweisst! Oder in Dosen. In Plastik geschützt! Und das Obst und Gemüse spülen sie bestimmt vorher ab!

Oh, da hatte ich ja was gesagt! Parkbank. 2 Hunde! Tätowiert! Wieso hat der Junge lange Haare?  Wieso haben sie fast keine?  ( das rutschte mir raus….) Mit Blick zu seiner Frau: Ihr Mann hatte doch bestimmt schon immer spiessig kurze Haare oder? Ja! Ich muss dazu sagen, es eskalierte nicht, wir haben uns fast wie Erwachsene ausgetauscht, teils mit viel Ironie und viel Spaß.

Aber ich sollte trotzdem mal darüber nachdenken, ob es nicht besser ist, wenn der Junge nicht ganz in dem Wagen sitzt, sondern in dem Sitz, der extra für Kinder gemacht wurde. Hm…leider wiegt mein Kind über 15 Kg. Oh, da habe ich ja wieder was gesagt! Was ist dann mit der Versicherung? Ihr Kind ist nicht versichert, wenn etwas passiert!

Mein Kind bleibt im Wagen. Weil sonst regen sie sich auf, das er hier schreiend rumflitzt! ….dann sagt seine Frau, die sich schmunzelnd bis jetzt kaum beteiligt hatte, das sie immer ohne Kinder einkaufen gegangen ist. Die waren im Kindergarten! Entschuldigen sie bitte, das mein Kind noch keinen Platz im Kindergarten hat! Es war herrlich, so schnell und lustig war es noch nie in der Schlange!

Ja, ich überlege, nein ich muss nicht überlegen, ich gebe den Mann ein wenig Recht ( habe ich ihm auch gesagt), aber nicht jeder hat einen Babysitter, einen Kindergartenplatz und ein liebes ruhiges nebenher laufendes Kind! Und ich finde es viel unhygienischer, das ich nicht weiß, was er vorher auf dem Klo gemacht hat….und jeder fäßt nun den Griff des Wagens an!

Also ich kann mich daran erinnern, das wir früher auch im Wagen saßen, da hat niemand etwas gesagt, von wegen wie eklig. Und Hundekacke ect gab es da auch schon. Vielleicht nicht so viel wie heute. Ach, nein heute wird die Sch… ja weggenommen, früher gab es noch keine Kotbeutel. Der nette Herr hat mir sogar verraten, das er jeden Montag um 11 mit seiner Frau zum Einkaufen geht.

Sie sind echt spießig!

 

 

 

 

Wir haben uns noch nett verabschiedet und einen schönen Tag gewünscht. Ich konnte mir gerade noch verkneifen, das er heute noch unbedingt seinen Rasen mähen muss in seinem idyllischen Reihenhausgarten. Spießer!…ich habs gelassen;)
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Junge Mütter

1939 bekam die damals 5jährige Lina M. aus Lima ihr ersten Kind, einen Sohn. Sie litt an einer zu früh einsetzenden Pubertät! In den 1950ern war es keine Seltenheit das 11 oder 12 Jährige nach einer Vergewaltigung schwanger wurden, so die damaligen Krankenschwestern aus dem Krankenhaus in Lima, eine 5 jährige war da schon eine Seltenheit.

Deutschlands jüngste Mama war gerade mal 12 Jahre alt. Rekordhalterin ist D., sie bekam mit knapp 13 Jahren ihr erstes Kind, mit 22 hatte sie gerade ihr 6. bekommen. Man muss sich das mal überlegen, mit 12 Jahren ist frau heute meistens noch selbst ein Kind oder? Also ich war es. Ich habe da noch mit Barbies ( ich war ein Spätzünder in Sachen Barbies) gespielt, gut teilweise auch schon mit Ken. Aber mit 12 Jahren wusste ich nichts vom anderen Geschlecht. Das waren halt Jungs, mit denen man prima spielen konnte. Das war es dann auch schon. 4. Klasse Grundschule gab es dann Sexualkunde. Woah. Meine damalige beste Freundin Karen und ich wollten nicht zum Unterricht. Wir dachten, das sich ein Junge und ein Mädchen nackt, N A C K T vor der gesammelten Klasse stellen musste. Das Jungs anders aussehen, das wusste wir natürlich. Scham gabs auch schon in dem Alter. Zum Glück waren es nur Bilder, die die Unterschiede zeigten. Was und wie die Lehrerin uns das alles erklärte, weiss ich nicht mehr. Wurden wir da schon aufgeklärt? 4. Klasse?  Da waren wir ca 10 Jahre alt. Mit Jungs noch nichts am Hut. Ausser zum Spielen.

Teilweise fangen die ersten „Liebeleien“ ja schon in der Sandkiste an, die Sandkistenliebe. Aber kann man das schon ernst nehmen? Oder muss man es? 7. Klasse wird es dann spannender. Beginnende Pubertät bei den Mädchen. Bei den Jungs heisst es ja immer das die 7 Jahre später reif werden als wir Damen. Aber die werden ja auch einen Hormonumschwung in dem Alter von 14…16 Jahren erleben. Also könnte es ab der 7. Klasse schon etwas brenzliger werden, wenn die Kids da schon etwas frühreifer sind. Ich war da nicht reif für soetwas, ich gehörte eher zu den Spätreifen. Aber es gab ein zwei Mädchen, die Ende der 7. Klasse schon ein paar Freunde hatten, Händchenhalten und ein bisschen buzzeln. Die eine soll auch schon tiefer unterwegs gewesen sein.

In dem Alter habe ich meinem Mann einen ersten „Liebesbrief“ geschrieben, aber einen harmlosen.

In der 8. tuschelte eine Schulkameradin, das ihr Freund, ein damaliger aus der 10., mit ihr schlafen möchte. Ok, schlafen ist ja nicht so schlimm, Sex dagegen wäre was anderes. Wie? Ach! Der will SEX? Oh nein. Du hast ja wohl NEIN gesagt! Wie? Nicht? …..ich war erschrocken. Ich war geschockt. Sex. Ich habe diese Geschicht nicht weiter verfolgt. Das war zu heftig. Ich war schliesslich sogar von den Gedanken her sehr jungfräulich unterwegs.

Klar war man ab und ab mal „verliebt“, aber das war es schon. Wenn ich dann bedenke, das in diesem zarten Alter, in dem wir uns entwickeln, körperlich und auch geistig, plötzlich ein Mädchen ein Baby bekommt, wird mir ganz anders. Klar, es gibt hundertpro schon sehr sehr reife Mädchen, die mit 14 Jahren schon alles erlebt haben, es satt haben in die Disco zu gehen, die quasi schon gelebt haben. Aber das ist doch eher selten oder? Dann gibt es welche, die es vielleicht in ihrer Kindheit schlecht hatten und deswegen früh, selber ein Baby haben wollen, weil sie so ihre Liebe, die sie nie selbst bekommen haben, ihren Kindern geben wollen. Bzw dadurch sich erhoffen, Liebe von den kleinen Geschöpfen zu bekommen.Ausnahmen gibt es bestimmt immer.

Es gibt ja mittlerweile zig TV Sendungen mit Teeniemüttern, die unter 18 ihr erstes Kind bekommen, teilweise auch schon ihr 2. .Meistens kümmern sich dann die Großeltern um das Baby, weil die Tochter ihren Schulabschluss machen muss. Weil die Tochter mit ihren Freundinnen um die Ecke ziehen muss.

Meine eine Cousine bekam ihr erstes Kind mit 18, frühreif war sie schon immer, aber Lebensreif nicht. Das Kind wurde von Oma groß gezogen.Damit meine Cousine ihre Ausbildung fertig machen konnte und um die Häuser ziehen konnte. Sie selber war auch mehr oder weniger bei unseren Großeltern aufgewachsen. Sie heiratete danach recht schnell, nein, nicht der Vater vom ersten Kind. Der war selbst noch jung und wollte leben. Bald kam Kind Nr. 2. Dieses musste sie selbst erziehen, beide Kinder haben heute einen Knacks. Sie verliess das 2. Kind mit 13 Jahren, um Mann Nr. 2 weit weg von der Heimat zu heiraten. Kind 2 hat auch recht früh ein Kind bekommen, das bei dem Vater lebt und sie nur regen Kontakt zu ihrem Kind hat. Eine normale Bindung wäre bei ihr gar nicht möglich. Sie selbst hatte auch keine normale Kindheit gehabt.

Alle kommen aus der Mittelschicht, mehr oder weniger. Bei jungen Müttern hört man meistens, das deren Kindheit auch nicht gerade super verlief, Mutter Alkoholikerin, Vater arbeitslos und teilt sich die Flaschen mit seiner Frau. Nein, es gibt auch die Kinder, die Kinder bekommen, die aus behüteten Haus kommen. Die alles hatten, alles haben und doch fehlte etwas…Ist es doch die fehlende Aufklärung? Ich denke mir immer, das Jugendliche, die Sex haben, soviel Krips haben, das sie auch über die Verhütung nachdenken.Unfälle gibt es immer. Alkohol steigert diese Unfälle mit Sicherheit.

Waren die Aufklärungen zu aufgeklärt, das die Kinder von heute jeden Scham ausgeschaltet haben? Oder wieso gibt es Partys mit unter 18 jährigen, an denen Gruppensex stattfindet? Wieso haben sämtliche um die 16 schon ihr erstes Mal erlebt? Hat das erste Mal gar nicht mehr dieses Besondere, was wir früher immer zu hören bekommen haben? Ist es jetzt nur noch ein Wettbewerb? Unser Teeniezwerg ist jetzt 15 Jahre jung. Seit 2-3 Monaten trifft sie sich mit einem Schulkameraden. Angeblich alles freundschaftlich, aber sie mögen sich. Ich glaube sie ist ein wenig verknallt. Ich hoffe, das sie keinen Mist baut und so verklemmt und zurückhaltend wie ihre Mutter in dem Alter war. Zumindestens kann ich nicht mehr Oma mit Mitte 30 werden. 

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Reife Mütter

Zur Zeit ist die älteste Mutter die Rumänin Adriana Iliescu , damals 2005 bekam sie nach einer künstlichen Befruchtung ihr erstes Kind-mit 66 Jahren.(Es war eine eigentlich Drillingsschwangerschaft, in den ersten 9 Wochen verlor sie das erste Kind, in der 30. Woche das 2.) Dafür gab es einen Eintrag ins Guinness-Buch für den neuen Alters-Rekord. Diesen Titel trugen zuvor die bei Geburt 65-jährige Inderin Satyabhama Mahapatra, eine 64-Jährige und zwei 63-jährige Mütter. Eine davon ist Arceli Keh aus Kalifornien, die andere die Italienerin Rosanna della Corte. Ihre Niederkunft war 1994 eine medizinische Sensation – und machte auch ihren inzwischen eher berüchtigten Geburtshelfer weltweit berühmt. 5 Jahre später überlegte sie sich, noch mal schwanger zu werden. Mit 71 Jahren! Gianna Nannini ist nach eigenen Worten auf natürliche Weise mit 54 Jahren schwanger geworden.

Mit 67 Jahren verstarb 2010 die damalige älteste Mutter von Zwillingen. Sie waren 2,5 Jahre alt, als ihre Mutter verstarb.

Als ich vor knapp 4 Jahren schwanger wurde, kam ich nicht ins Buch der Rekorde, war ja auch erst süße 42 Jahre jung. Überlegt hatten wir vorher, der Zwerg ist ein absolutes Wunschkind, aber an das Alter hat man doch schon gedacht. Was ist wenn er 10 Jahre alt ist?  Was sagen seine Freunde? Kommen wir dann noch hinterher? Nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mobil. Wir konnten diese Fragen mehr oder weniger alle mit positiven Gedanken beantworten. Vom Kopf her sind wir jung geblieben und ausreichend aktiv, das wir in den nächsten Jahren auch noch „sportlich“ unterwegs sein werden. Eine Freundin von mir bekam mit 45 Jahren ihr erstes Kind, das zweite kam 3 Jahre später. Beide gesund, das erste hat ADHS, wie die Mutter. Was hat sie manchmal geflucht. Jetzt 10 Jahre jünger, meine Nerven. Und dann die Schwangerschaft, ich konnte nichts mehr machen. Liegt das echt am Alter? Bei meiner ersten SS war ich 30. Alles gut, bis auf Kreislaufprobleme, Übergewicht und Fressattacken. Danach kamen die Schlafattacken. Ach, was war ich froh, als der Teeniezwerg endlich da war. Die Zwergenschwangerschaft war ein Traum. 12 Jahre älter und fit wie Turnschuh bis zur Niederkunft. Wir sind Steilküsten hoch und runter, nein nicht auf Wegen oder Treppen, sondern einfach da hoch, wo wir hoch wollten oder runter. Gebadet haben wir bis Mitte November, ein paar Tage später kam er auf die Welt. Pünktlich.

Damals in meiner Schulzeit hatten wir eine neue Klassenkameradin bekommen. Sabine (nenn ich sie mal) war wie wir so um die 13 Jahre alt, schüchtern und klamottenmässig recht altbatsch. Aber sie war nett. Eines Tagen lief ein alter Opa über den Schulhof und sprach mich an. Ob ich Sabine kenne und ob ich wüsste wo sie ist!? Ja, ich wusste wo seine Enkelin ist. Ich bin in die Klasse gelaufen und rief Sabine zu, das ihr Opa draußen auf dem Schulhof auf sie wartet. Sie guckte mich an, im Nachhinein etwas böse, traurig und geschockt und ging dann raus. Sie kam mitten im Unterricht zurück und sah verheult aus. Sie hatte ganz rote Augen und schniefte noch etwas. Was war bloß passiert. In der Pause bin ich gleich zu ihr hin, um zu fragen, ob was passiert wäre. JA. Wieder heulte sie. Plötzlich sagte sie, das es sie ankotzt, das alle denken, das ihr Papa ihr Opa sei! Oh. Das war ihr Vater. Oh. Er war schon 72, ihre Mutter so alt wie ihre Halbschwester. 42 Jahre. Er hatte weiße Haare und einen weißen Bart und sah echt alt aus. Ok, für eine 13 jährige sahen auch schon Mitte 30er alt aus.Er sah steinalt aus. Mir tat es damals so leid, das ich heute noch an sie denken muss. Ihr Vater wird schon länger nicht mehr leben, denke ich mal. Schon damals war er nicht mehr ganz so fit. Eine andere Bekannte von mir hat einen älteren Mann geheiratet. 20 Jahre älter. Mit Mitte 20 haben sie geheiratet. Da war er schon 46. 3 Kinder haben sie zusammen, seine Kinder aus der Ehe davor haben schon alle Kinder und haben das Alter meiner Bekannten. Zum Glück ist sie fit, um mit den 3 Kids viel zu unternehmen, teilweise war er gar nicht mehr bei größeren Unternehmungen dabei, weil es zu anstrengend für ihn war. Da war er gerade mal Anfang 60. Sehe ich heute ältere Leute mit Kindern, bin ich am Überlegen. Eltern oder Großeltern!? Vor ein paar Monaten traf ich eine 8-10 jährige bei uns im Hundepark. Sie fragte mich wie mein Enkelkind heißt. Alles klar. Ich bin der Meinung, das ich noch nicht ganz so alt aussehe oder? Aber ab wann ist eine Frau zu alt für Kinder? Der Mann kann ja immer Vater werden, der hat keine biologische Ticktackuhr laufen. Rein biologisch könnte ich auch noch. Aber knapp 46 Jahre und noch einmal schwanger? Noch ein Kind groß ziehen? Im Kindergarten zu den Elternabenden unter 20 jährigen sitzen? In den Schwangerschaftsvorbereitungen doof angeguckt zu werden, weil alle denken, das ich die Oma wäre und mich schlau machen will!? Beim Kinderturnen im Rollator hinter dem Kind her schleichen? Zur Abiparty mit Krankenpfleger zum Tisch gefahren werden!?

rollator Zur Hochzeit des Kindes in einer Urne daneben stehen!? Nein, jetzt ist bei mir/uns Schluss! Ich möchte mein Kind jetzt noch genießen und nicht erst einmal all meine Pillen und Tropfen gegen irgendwelche Krankheiten, die man im Alter bekommt, nehmen müssen, um den Tag zu überstehen. Ich möchte auch im Rentenalter wieder Zeit für uns haben, Sachen ohne Kinder machen. Und nicht erst den Kinderwagen mit den Pampers packen, kinderfreundliche Restaurants aufsuchen müssen, erst einen Babysitter für eine Stunde organisieren müssen, um mit meinem Mann mal eben schnell einen Döner in aller Ruhe essen zu können. Das alles wird im Alter ja auch noch mühseliger.Was in jungen Jahren eine halbe Stunde gedauert hat, dauert dann knapp eine Stunde länger. Und der Tag hat ja trotzdem 24 h. Wenn ich bedenke mit 66 Jahren mein erstes Kind zu bekommen…Ui, dann bekomme ich wahrscheinlich die Hochzeit meines Kindes nicht mehr mit. Sogar im Schulalter mit Mitte 70 wird einiges schwer sein zu managen. Was ist wenn das Kind mal was machen möchte, was mit 70 rein körperlich gar nicht mehr geht?! Alle Freunde haben junge Eltern, nur dein Kind sieht von morgens bis abends in ein zerknittertes Gesicht. Was auch nicht weniger wird. Durch die Karriere vieler Frauen, werden Kinder heute später geboren. Früher war es Mitte 20, heute ist Anfang 40 schon fast normal. Ich persönlich finde Anfang 40 noch vertretbar. Wir haben uns damals auch mit der Altersfrage und einer Behinderung auseinandergesetzt. Was ist wenn das Kind sein Leben lang betreut werden muss? Schiebt man es dann irgendwann in ein Heim nur weil man körperlich nicht mehr kann!? Gut, es kann immer mal etwas passieren, was man vorher einfach nicht sehen kann. So wie die armen kleinen 2,5 jährigen Zwillinge, die plötzlich ohne Mama sind. Das kann einem auch mit 30 passieren. Aber alt werden wir nun mal alle.