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Ich bin wieder da

Ui, mein letzter Beitrag ist schon wieder 13 Tage her. Nun wird es echt Zeit, euch wieder an meinem Leben teilhaben zu lassen.

Ich bin wieder da!

Einen ganzen Monat musste ich aussetzen, wegen einer blöden Augenentzündung, die den niedlichen Namen Regenbogenhautentzündung trägt. Habe davon ja schon berichtet. Schont bitte eure Augen, es ist nicht schön wochenlang halb blind durch die Gegend zu laufen. Von den doofen Schmerzen will ich gar nicht erst anfangen. Nachdem ich dann endlich die richtige Diagnose hatte, vorher sollte es ja nur ne Bindehautentzündung gewesen sein, ging es von den Schmerzen her auch langsam besser. Jeden Tag schön Tropfen ohne Ende eingenommen, Cortison und pupillenerweiterne Tropfen und abends noch Salbe.

Da der Zwerg ja nun auch noch Kindergarteneinschulung hatte, musste der Papa sich Urlaub nehmen, damit ich dann halbblind den Kindergarten aufsuchen konnte, ohne noch die Hunde an den Hacken zu haben. Die ersten 3 Tage blieben wir 1.5 bis 2 h dort. Donnerstag und Freitag konnte ich mich schon etwas entfernen und durfte in einen anderen Raum zum Zeitung lesen ( haha, ich saß mit Sonnenbrille und versuchte mein Auge zu schonen). Das klappte alles wunderbar, sodaß wir gleich ein verlängertes Wochenende hatten, Feiertag inkl. Brückentag der KiTa. Mittwochs ging es dann wieder weiter. Die Tropfen für die riesigen Pupillen hatte ich abgesetzt, musste ja auch wieder Autofahren. Nix mit Halloween und Kinder erschrecken mit meinem Auge….Ich sah wieder normal aus.

Zum Glück konnte ich den Zwerg nun abliefern, etwas da bleiben und dann verschwinden. Mit beiden Hunden ab durch den Park und dann nach Hause mit Handy in Sicht, nein in Hörbereitschaft. Nix mit Saugen und so….könnte das Handy dann ja überhören. Mittags dann wieder, nur anders rum, den Zwerg abholen. 5 Minuten verschwommen Autofahren ist ja genau mein Ding, war froh, wenn ich wieder unterm Carport stand.

Der Kindergarten ist klasse, wir sind super zufrieden und der Zwerg auch. Jedenfalls kommt er morgens freiwillig mit.

Viel ist in den letzten Wochen nicht passiert. Bin natürlich trotz „Torkelei“ rausgegangen,wir waren beim Jäger oder bei Zwergs Freundin im Garten und haben uns den Hintern abgefroren, abends muss nun der Teeniezwerg mit, weil das Dunkle mit den Lampen und Lichtern noch sehr unangenehm ist. Einkaufen ist auch nicht ganz so der Renner, durch dieses gemeine Licht in den Läden, bekomme ich ganz schnell mal Kreislaufbeschwerden….ja,ich werde alt. All so doofe Wehwechen, die ich zur Zeit habe. Von meinen Hüftschmerzen erzähle ich euch lieber nichts, die hab ich immer mal wieder, nerven ziemlich, kommen aber von meinem kaputten Knie. (Patellefraktur mit knapp 18 Jahren)

Bevor ich aufhöre zu Jammern: Meine kleine OP am Montag habe ich gut überstanden. Konnte gleich mittags zurück nach Hause. Durch die fachmännische Gabe von Schmerzmitteln direkt nach der OP, war ich auch bis abends gut versorgt. Abends fing es dann leicht an zu zwicken. Habe mir dann abends eine Schmerztabletten genehmigt, bei der ich weiss, das sie auch helfen. Ich weiss aber auch, das ich auf diese leicht allergisch mit einer Urtica reagiere. Frau sorgt vor und nimm dann auch gleich FenistilTropfen, die dann gleich gegen die Allergie kämpfen. Klappte bis jetzt immer ganz gut. Ja, mein Hausarzt weiss davon.

10 Minuten nach Einnahme der Tablette ging es los. Fieses schmerzhafte Kitzeln in den Handinnenflächen. Ganz dolles Pulsieren am Hals mit Schwellung des Rachenraumes ( was ich erst gar nicht so geschnallt habe) , Schwindel bis kurz vor Ohnmacht und Übelkeit mit Erbrechen. Also gut ging es mir nicht. Meinem armen Mann hab ich immer nur gesagt, das ich sterbe. Krankenwagen wollte ich nicht, konnte alles noch einigermaßen kontrollieren. Ne, auf so was hatte ich keine Lust, fühlte mich einfach beschissen und muss nicht noch fremde Leute zu Besuch haben!

Vernünftig war es wahrscheinlich nicht, aber zum Sterben war es einfach noch zu früh. Nachdem ich über eine Stunde auf dem Boden im Bad lag ( irgendwie mein Lieblingsort, wenn es mir besch…. geht) , vorher lag ich gefühlte Tage auf dem Bett, schleppte ich mich wieder rüber ins Schlafzimmer und schmiss meinen Mann raus, der musste diese Nacht beim Zwerg schlafen.

Nun chill ich heute noch etwas rum, morgen bin ich wieder mit Allem alleine. Hoffe, das ich dann wieder einigermaßen fit bin und alles gut läuft!

Mit Sonnenbrille schreiben ist etwas komisch, weil die tastatur kaum zu erkennen ist. Ja, ich kann blind schreiben, aber schiele doch gerne mal hin und wieder drauf…..

Bevor ich es vergesse:genesung.jpg

Ich habe mich wahnsinnig gefreut (freue mich immer noch) , immer wieder zwischendurch etwas von euch gehört zu haben – Danke!

 

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Warum ihr Sohn Mädchenkleider trägt*

*Megan Fox

 

Meine persönliche Meinung dazu ist, das ich es völlig ok finde, wenn ein 4-jähriger sich ein Kleid anziehen möchte. Warum nicht? Wer schreibt es vor, das Jungs Hosen tragen müssen? Wir haben ja das „Problem“ mit den Haaren vom Zwerg. Nein, falsch, nicht wir haben das „Problem“, sondern andere Menschen, die es komisch finden, das ein Junge Haare wie ein Mädchen hat. Wieso? Haar ist doch Haar oder? Ob lang oder kurz. Es bleibt Haar. Der Junge von Frau Fox bleibt doch ein Kind, auch wenn er Kleider trägt. Es bleibt ein kleiner Junge.

Schon im Mutterleib werden unsere Kinder doch schon in eine Richtung gedrückt. Juhee, ein Mädchen. Rosa Zimmer, rosa Strampelanzug. Alles rosa mit Prinzessinnen und Feen. Jippie, ein Junge. Blaues Zimmer, blauer Strampler, kleine Ritter verzieren das Zimmer.

Unser Teeniezwerg, kam als Mädchen zur Welt, aber glaubt ja nicht, das es ein rosa Zimmer gab!? Nichts rosanes, nichts prinzessinenmäßiges zierte ihr Zimmer. Das Rosa kam erst später von ganz alleine. Im Kindergartenalter, wo alle Mädchen auf Prinzessinen standen.

Babys kommen als Neutrum auf die Welt. Klar, sind die Gene irgendwo versteckt, was ein Mädchen später zum Mädchen macht, andersrum genaus das selbe. Aber ich glaube, am meisten stecken wir Eltern dahinter. Gut, ich würde meinem Zwerg jetzt kein Kleid anziehen. Würde er damit ankommen, dürfte er es. Aber dazu hat er bei uns keine Chance, da wir hier keine kleinen Kleidchen rum liegen haben. Er spielt aber auch mit der Puppe seiner großen Schwester, und bindet sich ihren BH um ( nein, damit verlässt er nicht das Haus*lach*) hat eine Küche, in der er auch kocht und ja, er sammelt Blümchen…Meine Mutter: Du erziehst ihn wie ein Mädchen! Nein, das mache ich nicht, ich lass ihn einfach machen, wozu er Lust hat. Die Küche bekam er, weil er immer wieder bei einer Freundin damit gespielt hatte. Die Blümchen hat er von alleine gepflückt. Und die Puppe hat er bei Oma im Schrank gefunden.

Ich selber habe früher liebend gerne mit Autos gespielt. Draussen war ich der beste Indianer, den man sich vorstellen kann. Mit Indianerklamotten, Pfeil und Bogen. Barbies kamen erst viel viel später. Puppen gab es auch in meinem Leben, aber eher nebenbei. Als Indianer würde es ziemlich blöd aussehen, wenn ich meinen Puppenwagen mitgenommen hätte. Die Cowboys ( Nachbarsjungen) hätten keinen Respekt mehr vor mir gehabt.

Der Teeniezwerg fing in der Kindergartenzeit an, rosa für sich zu entdecken. Ob das nun von anderen kam oder ob es Instinkt war-keine Ahnung. Rosa. Rooosa. Alles musste rosa sein. Und Puppen, Lillefee und Co. Ohne ging es nicht mehr. Das Kind wurde ein Mädchen.

Ich finde, das Kinder einfach Kinder sein sollten und wenn sie meinen, ein Kleidchen oder ein Hose anziehen zu müssen, ja denn. Dann sollen sie es halt machen. Spätestens im kindergarten/Schule werden sie sich schon geschlechtsorientiert richtig anziehen…..

Was passiert, wenn man Kindern jeden Tag frei hält, sich ein Kleidungstück selbst auszusuchen!? Nicht nach Geschlecht , sondern Kleidchen und Hose! Gehen sie dann nach Farbe? Einfach nach Bequemlichkeit? Oder nehmen sie sich irgendetwas, was gerade in der Nähe liegt? Richten sie sich nach uns? Was trägt Papa? Was hat Mama heute an?