Veröffentlicht in Allgemein, Baby, Familie, Leben, Toleranz

Babybörse und wichtiger Anruf

Gestern war es mal wieder so weit, die letzte Babybörse bei uns vor Ort. War echt am Überlegen, ob ich es echt wagen sollte, aber ja, ich brauchte noch ein paar Sachen für den Zwerg. Um 12 Uhr sollte sie beginnen, bin schnell mit meinem knallgrünen Drahtesel hin, damit ich nicht ganz hinten in der Schlange stehen muss. Eine halbe Stunde früher, sollte ausreichen. Und? Ja, es waren nur 10 hippelige Mütter vor mir. Juhee. Nun nur noch 30 Minuten stehen, das liebt mein Kreislauf. 30 ganze Minuten auf der Stelle stehen. Nach 5 Minuten merkte ich schon ein komisches Gefühl im Körper. Schwindel. Schnell das Handy raus und ablenken. Sind ja nur noch 25 Minuten. Mal den linken Fuss hoch, dann den rechten. Es wurde recht schnell voll und hinter mir standen nun bestimmt 50 aufgeregte Mütter mit ihren Kindern, Freundinnen und sogar Männern. Na, irgendwer muss ja die schwere Tüte tragen. Für die Kinder find ich es einfach unpassend. Die schon gehen können, stehen die ganze Zeit an Vorderfraupopo, drinnen werden sie hin und her geschubst. Die Kleinen im Tragesack werden vor Hitze umkommen und wenn das noch nicht klappte dann werden sie zerquetscht. Liebe Mütter organisiert doch für solche Tage einfach mal einen Babysitter oder lasst eure Männer mit den Kindern zu Hause. Die freuen sich mit Sicherheit! Nur noch 16 Minuten. 13 Minuten. 9 Minuten. Äh, wieso stehen plötzlich 11 Mütter vor mir? Da hat sich doch tatsächlich eine, die gerade reingekommen ist, einfach vor meine Füßen gestellt. Ich sah sie noch in der langen Schlange sich mit Handy am Ohr vorbei quetschen, sie suchte sich eine freie Stelle, um in Ruhe zu telefonieren. Aber wieso steht sie dann einfach vor mir? Es gibt Sachen, da kann ich mich nicht mehr beherrschen. Wie vordrängeln zum Beispiel. 5 Minuten noch. Ich guckte sie mit bitterer Mine an, aber sie guckte stur nach vorne. Blöde Kuh.Endlich waren die 5 Minuten auch um, von hinten wurde geschoben. Die nette Dame vor mir wurde auch geschoben, von mir.Ich musste meinen Mund aufmachen und fragte sie, ob sie sich nicht normal anstellen könne, wie alle anderen auch?! Sie guckte mich mit einer Unschuldsmine an, das ich schon fast Mitleid bekam. Sie hatte telefoniert. Sie musste telefonieren. Und dachte dann, sie könne sich ja einfach dann zu uns stellen. Ja, klasse Ausrede! Ich hab sie nur doof angeguckt und meinte wir sehen uns! Hinter mir ging es dann los. Aufreger. Ärger. Wirres Durcheinander. Und alle auf die arme Vordränglerin. Die sah schon so zickig aus, das sie sich nicht mal angesprochen fühlte. Frechheit siegt und so zog sie von dannen, nein, sie ging vor uns ganz lässig rein. Blöde Kuh. Egal, ich wollte ja shoppen. Endlich hatte man die Tische für sich alleine. Zumindestens die ersten 3 Minuten. Alles lag sorgfältig nett zusammen gestapelt auf den Tischen. Ich mochte da gar nicht gucken, so ordentlich sah es aus. Zum Glück wurde ich oberflächlich schnell fündig. 3 Jeans und eine Latzhose. Schnell noch zu den Schuhen. Auch Glück gehabt, ich war die erste bei unserer Größe und so konnte ich in Ruhe zügig 2 Paar Winterstiefel in meine halbvolle Tasche stopfen. Bei den Büchern sah es schon etwas anders aus. Da gab es schon die ersten Schlangen. Aber auch dort wurde ich fündig. Spielschen sparte ich mir diesmal, davon hat der Zwerg einfach genug. Noch einmal mutig zu den Klamotten, die nun endlich nach Flohmarktwühltisch aussahen, um dort die Vordränglerin noch mal schnell mit einem gekonnten Hüftschwung zur Seite zu kicken. Ach, noch einmal. Ihr schien es zu gefallen. Vielleicht noch einmal von der anderen Seite. So, das hatte ich dann auch erledigt. Den Blick hättet ihr sehen sollen, konnte ihn aber nicht wirklich einordnen. Entweder war sie empört, weil ich einfach weiterging oder sie war stinkig, das ich es mir zu getraut habe. Mit einem Grinsen ging ich dann in Richtung Kasse, neben mir nahm mich eine Mutter zur Seite und lobte mich, sie hätte die Vordränglerin auch weggedrängelt und hatte ihr sogar ein Kleidchen aus der Hand gerissen. Auch wenn ihr Sohn es nicht mögen wird, das musste sie einfach mal machen. Ach, schön zu sehen, das ich nicht alleine komisch auf dieser Welt bin.

Dank der Vordränglerin und meiner neuen Verbündeten war es eine lustige Stunde auf der Babybörse. Ich freu mich schon auf März 2017, da gehts dann wieder los!

Werbeanzeigen
Veröffentlicht in Allgemein, Autos, Baby, Familie, Hunde, Leben, rücksicht, Reise, Tiere, Tierleben, Toleranz, Tour, Urlaub

Reiselust im Norden Teil8.2

Damit unsere Kurztripstimmung noch nicht ganz zu Ende war, furhen wir noch mal nach Schwerin, dort waren wir das letzte mal kurz nach dem Mauerfall, also so 1990 rum. Mein Mann mit seinem damaligen Kumpel und ich mit meinen Eltern. Wir hatten dieses große Schloss noch gut in Erinnerung. Davor Wasser. Und ich meine, das damals ein Luxuscafe dort drin war. Der Ober mit Smoking, brachte uns sogar an den Tisch. Kaffee und Kuchen für uns Wessis damals ein Lacher. Ich bin mir aber nicht mehr so sicher,manchmal spuken auch komische Sachen in meinem Kopf rum und ich bion überzeugt, das es dann auch so war. Laut Google ist dort ein nobles Cafe, könnte also stimmen mit meinen Erinnerungen.

Nur früher war es grau. Unserer Erinnerung nach.

img_6505_hdr_mode_1

Da eine mega Schlange am Schloss war und die Menschenmenge nicht weniger wurde, guckten wir nur einmal kurz hin. Knips da, knips hier. Sollte reichen, wir kannten es ja schon von damals.

Schwerin ist die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Die kreisfreie Stadt ist nach Rostock zweitgrößte Stadt und eines der vier Oberzentren des Bundeslandes, neben Rostock, Stralsund-Greifswald und Neubrandenburg. Laut Hauptsatzung der Stadt führt sie die Bezeichnung „Landeshauptstadt“ vor dem Stadtnamen.Quelle: Wiki

Schwerin ist riesig, wenn man bedenkt das es 12 Seen im Stadtgebiet gibt.

Schwerin wurde bereits im Jahr 1018 als Wendenburg erstmals erwähnt und erhielt 1160 von Heinrich dem Löwen gegründet – deutsche Stadtrechte, damit ist sie die älteste Stadt im heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt dehnte sich im Laufe der Zeit am West- und Südufer des Schweriner Innensees aus, insgesamt befinden sich zwölf Seen innerhalb des Stadtgebietes. Ausgangspunkt der Stadtentwicklung war die Stelle, an der sich das heutige Wahrzeichen der Stadt, das Schweriner Schloss, befindet sich auf einer Insel zwischen Schweriner See und Burgsee mit einer Schlosskirche aus dem Jahr 1560. Das Schloss war bis 1918 eine Hauptresidenz der mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge und ist seit 1990 Sitz des Landtages. Es war mit seinen umgebenden Gärten der Hauptveranstaltungsort der Bundesgartenschau 2009 und ist als historisch einmaliges Ensemble ein Kandidat für das UNESCO-Welterbe. Daneben zeichnet sich Schwerin durch seine für eine deutsche Stadt dieser Größe ungewöhnlich gut erhaltene Altstadt, die angrenzende Schelfstadt, das Kurviertel Zippendorf und weitere historische Viertel mit vielen Baudenkmalen aus.Quelle:Wiki

Nachdem wir das Schloss bewundert haben, zog es uns in die Stadt rein. Wollten uns noch etwas Kuchen für die nächste Pause kaufen und irgendwo einen Happen zu essen kaufen.

img_6512_hdr_mode_1

Ich liebe so alte Häuser, die haben Stil, sínd krumm und schief und passen so richtig ins gerade Leben!

Zwischendurch durfte der Zwerg noch auf einem Drachen reiten,der Glücksdrache von Schwerin. Ich die Wasserfontäne bewundern, in der Hoffnung, das der Wind mal endlich dreht und mir ein paar Tröpfchen Abkühlung schenkt. Natürlich nicht. Also weiter, wir hatten jetzt schon etwas mehr Appetit. Die Gebäude in Schwerin sind schon nett anzuschauen, aber an fast jeder Ecke roch es nach Pipi. Viele Bettler saßen an den Läden und manche erzählten lautstark noch über den Mauerfall.

IMG_6532_hdr_mode_1.jpg

Hier gab es dann nach langem Hin und Her eine Bratwurst, die süchtig machen sollte. Ok, warten wir mal ab. Da es schon spät war, entschlossen wir uns langsam zurück zum Auto zu gehen. Zwischendurch gabs noch ein selbstgemachtes Eis für den Zwerg. Softeis Schoki-Vanille. Hmmmm. Lecker.

IMG_6531_hdr_mode_1.jpg

Übrigens bei dem haben wir kein Eis gegessen. Wieso? ….um ehrlich zu sein, hab ich keine Ahnung, sah mir etwas nach einer großen bekannten Eiskette aus, die ich nicht besonders mag. Unser Eis war öko und sicherlich vegan. Und der Laden war so klein, das zog bei mir.

img_6525_hdr_mode_1

img_6533_hdr_mode_1

Tschüß Osten.

 

Die kleine Kaffeepause wurde schön an der B404 gemacht, an einem schönen kleinen verdreckten Parkplatz mit den bekannten Schildern: Müll mitnehmen! Wir standen dichtgedrängt am Auto, der Mottenhund und der Zwerg durften das Auto nicht verlassen, so dreckig war es dort. Mit Blick nach oben Bäume betrachten klappte es dann auch, dort eine Kleinigkeit runter zu würgen. Schnell ging es weiter. Späten Nachmittag konnten wir dann endlich rückwärts in unser Carport fahren. Das Haus samt Teeniezwerg stand sogar noch.

Hallo Zuhause:)

Veröffentlicht in Allgemein, Familie, Leben, rücksicht, Toleranz

(Blogparade)Familienzusammenführung oder Patchworkfamilie

Heut zu Tage ist es ja schon „normal“, wenn man eine Patchworkfamilie ist. Da wird man ja eher doof angeschaut, wenn es nicht so ist.

Gehört hab ich schon oft, von dieser Form Familienzusammenführung, gesehen oder gelesen in Zeitschriften. Einfach klasse, da heiratet eine Mama mit 2 Kindern einen Papa, der meistens auch 1,2 oder 3 Kinder hat.Und schon hat man eine Großfamilie.Zumindestens am Wochenende oder in den Ferien. Da die Kinder vom Papa ja oft bei der „alten“ Mama wohnen. Es gab sogar Serien oder Hollywoodfilme über dieses Thema. Meistens mit Happy End und immer voll goldig. Alles passte. Alle verstanden sich 1A. Es gab viel Liebe und Vertrauen. Die Kinder liebten die „neue“ Mama oder den „neuen“ Papa. Einfach toll so eine Patchworkfamilie. Oft gabs dann sogar noch ein neues Kind dazu. Dann war die Patchworkfamilie vollkommen.

Aber wie sieht es in der Realität aus? Klappt es immer so gut?

Wir sind eine Patchworkfamilie.

Von Anfang an, war bei uns der Wurm drin. Die „alte“ Mutter arbeitete von Beginn an gegen uns. Wir hatten eigentlich keine Chance etwas gerade zu biegen oder richtig zustellen. Wir haben alles gegeben. Geredet.Getan.Gekocht.Gefahren.Gegeben.Gebastelt.Geschenkt.Gemalt.Gereist.Und versuchen es heute noch.

AmAnfangs durften wir sie nicht sehen. Als es dann soweit war, das sie uns besuchen durften, war es schon fast zu spät. Es fielen so viele böse Worte, nein nicht von uns, das wir nicht gegen an kamen. Es gab kaum Gespräche. Privates durfte nicht erwähnt werden. Und das in einem pupertären Alter.

Wie sieht es bei euch aus?

Würde euch gerne zur BlogParade zu diesem Thema einladen!

Alle die mitmachen, kommentieres es bitte und geben uns einen Verweis mit auf den Weg.

 

 

Veröffentlicht in Allgemein, Familie, Leben, rücksicht

Kinder im WWW 1.2

Ich hatte ja mal vor einiger Zeit diesen Post gebloggt. Es ging um Photos von unseren Kindern im Internet.

Dazu habe ich heute etwas spannendes gefunden.

Schülerin verklagt ihre Eltern wegen Kinderfotos auf Facebook

 

Die Lage in Deutschland

Nach der deutschen Rechtslage haben Kleinkinder ebenso ein Recht auf den respektvollen Umgang ihrer Persönlichkeitsrechte wie Erwachsene. Eine Einwilligung zum Fotosposten brauchen die Eltern aber erst, wenn ihr Kind 14 Jahre alt ist und die sogenannte Einsichtsfähigkeit besitzt. Wenn Eltern dies missachten, können ihre Kinder sie vor dem Familiengericht wegen Verstoßes gegen die Persönlichkeitsrechte anklagen.  Quelle: Zeitonline

 

Veröffentlicht in Allgemein, Familie, Leben, rücksicht, Tiere, Toleranz

Egoismus,Rücksichtslosigkeit und andere laute Dinge

Heute nacht um 4 war es wieder so. Laute Musik von irgendwoher. Laut. Hörbar für alle in einem Umkreis von 2 km. Dann auch noch so eine komische Musik, die man nicht freiwillig in seinen eigenen 4 Wänden hören möchte. Um 4 Uhr in der Früh schläft man ja auch nicht mehr, da kann man solch Musik ab. ICH NICHT! Ausnahmsweise hatten wir mal unser Schlafzimmerfenster offen, das muss abends immer zu. Wegen den Musikmachern, den Bussen, dem Laden, den Autos und anderen Egoisten.

Mir fällt immer mehr auf, das sich meine und eure, also unsere lieben Mitmenschen, sich egoistisch verhalten. Als wenn sie alleine auf dieser Erde leben. Es wird keine Rücksicht mehr genommen. Egal wo und wie. Abends um halb 12 bringen unsere lieben Nachbarn den Müll raus. Wer diese Betonkästen kennt, der weiss wie laut sie beim Schließen sind. Meistens sind es laute Flaschen, die noch mal schnell im Dunklen verschwinden müssen. Schepper. Vom Shalooooomrufen muss ich euch ja nichts mehr erzählen. Die Geschichte kennt ihr ja. Die Außenjalousinen müssen spät abends auch noch runter. Wir haben das doppelte Pech, wenn nicht sogar das dreifache. Unser Haus grenzt zur einen Seite an unsere lieben Nachbarn, die freie Seite an einer Bushaltestelle. Dummerweise liegt auf der anderen Straßenseite auch noch eine Haltestelle, dahinter befindet sich ein Altglascontainer, der ( fast) immer ab 20 Uhr benutzt wird oder sonntags ab 7 Uhr morgens.Es steht doch extra an jedem Container ein Schild dran. Buntglas, Weißglas und Uhrzeiten. Es hält sich niemand dran. Ok, vielleicht können die armen Menschen, das auch nicht lesen, ist ja auch kleingedruckt. Ganz toll sind auch die, die spät abends mit ihrem Auto kommen. Ein Auto kann man parken und den Motor aus machen. Das geht. Nein, die meisten lassen ihn an. Brummmmbrummmm. Ganz klasse ist dann, wenn sie dann nachts auch noch Bekannte treffen. Brummmblablabrummblabla. Find ich toll. Überlege ab und ab, ob ich nicht noch ein Fläschchen Bier rüber bringen soll.Ist doch viel angenehmer mit einem kühlen Bier. Da kann man ja auch viel lauter reden. Wenn sie sich dann endlich ausgesprochen haben, gehts los. Meine Flasche ist lauter! Ne. Meine! Ich hab mehr Flaschen. Es artet dann in einem Wettbewerb aus. Klirrrbrummbrummklirrblabla. Das runterum Häuser stehen, in denen auch noch Menschen leben, interessiert sie nicht. Sie sind ja ganz alleine auf der Welt. Oder abends an der Bushaltestelle. Rotz hin. Spuck hin. Lecker. Riesengroße Pfütze vor der Bank, auf dem Gehweg, halt überall. Minikleine Musikboxen, die lauter als Discotheken sind, verschönern das Warten auf den Bus. Arrrgh. Ich mag dieses Bummmbummm nicht. Wer macht so eine Musik? Wer will Ärger? Wieso hören 15 jährige Kinder Schlager und singen dann auch noch falsch mit? Und dann so laut? Wurden sie nicht erzogen? Leise sein, scheint ihnen fremd zu sein. Ein Fremdwort. Ein Ausdruck, der ihnen fehlt. Rücksicht können sie wahrscheinlich nicht mal buchstabieren. Geschweige denn aussprechen. Von morgens halb 6 bis abends ca 11 Uhr, sitz ein älterer Herr an der Haltestelle. Mit Unterbrechungen. Kettenraucher mit Husten. Nein, kein normaler Husten. So ein Husten, wo ich fast würgen muss. Gut, als Raucher hat er es nicht leicht, aber ich will das nicht hören! Will es nicht. Nein. Nein. Etwas Rücksicht könnte er auch nehmen. Wir haben große Parkanlagen und viel Wald. Dort findet er sicherlich einen ruhigen Platz zum Abhusten. Ich werde es ihm wohl mal vorschlagen. Oder ist das dann von mir rücksichtslos?

Die Autos fahren 60 in 30er Zonen. Ohne Rücksicht. Die Fahrradfahrer düsen einem vor der Nase hin und her. Ohne Rücksicht auf Verluste. Rentner drängeln sich an den Kassen vor, oder schubsen einen zur Seite mit ihren Gehwagen. Schlimm, ganz schlimm ist hier eine ältere Dame mit ihrem Elektrorollstuhl. Der ist 100% frisiert. Mit einem Affenzahn flitzt sie an einem vorbei, das die Haare nur so wehen. Ohne Rücksicht musste ich sogar schon mal auf die Straße springen, ihren Fahrkünsten vertrau ich nicht. Rücksichtslose Oma. Fehlt ihr nur noch einen Rockerkutte, dann würde ich sie sogar cool finden. So nur rücksichtslos. No risk-no fun!

Neigen die Menschen zur Rücksichtslosigkeit oder ist das mehr oder weniger anerzogen wurden? Meine Eltern haben mich so erzogen, das ich ungefähr weiss, wie ich mich draußen zu benhemen habe. Das ich früher auch mal laut in der Menge stand und auf nichts und niemanden geachtet habe, laut gröhlend hinter meiner Freundin her bin, davon habe ich denen natürlich nichts erzählt. Wieso auch?! Ich war jung und hatte etwas mehr Alkohol in mir. Und das auch ziemlich selten. Ich habe aber nicht an Haltestellen rumgerotzt, habe mich nicht vorgedrängelt und hatte meinen Walkman auf gesunder Ohrlautstärke. Im Bus habe ich auf ältere Leute Rücksicht genommen, an Schlangen an der Kasse habe ich Leute sogar vorgelassen, wenn sie nur ein zwei Sachen in der Hand hatten. Mach ich heut sogar noch. In meinen ganzen Behausungen habe ich Rücksicht auf meine Nachbarn genommen, so wie meine Eltern es mir beigebracht haben.

Ich kann es nachvollziehen, das Jugendliche, wenn sie in Partystimmung sind, etwas lauter sind, aber bitte nicht so LAUT, das unsere Gläser klirren. Nachvollziehen kann ich nicht die ganzen Pinkler, die hinter die Bushaltestelle pinkeln. Wir wollen eure Pimmel nicht sehen! Auch nicht die, die ihren Müll neben dem Mülleimer werfen oder ihren Sondermüll im Wald deponieren. Das ist rücksichtslos!

….

 

 

Manchmal fühle ich mich einsam mit meiner guterzogenen Art, wenn ich nachts mal wieder laute Musik höre oder Flaschen scheppern höre.

Veröffentlicht in Allgemein, Familie, Leben, Toleranz

Bauch Bauchgefühl Bauchweh

Ich bin ein absoluter Bauchmensch.Entschieden wird bei mir selten mit dem Kopf, mein Bauch muss ja sagen. Alles andere zählt dann nicht. Sagt mein Bauch „nein“, dann sagt er halt „nein“.Er wird schon recht haben. In wichtigen Fragen, wird natürlich auch mein Kopf befragt, aber viel Mitspracherecht hat er nicht. Es kann schon mal vorkommen, das ich wegen meines Bauchgefühls einfach Termine verschiebe oder erst gar nicht in Anspruch nehme. Mir ist es wichtig das mein Bauch mit beteiligt ist. Schliesslich übernimmt er viel Verantwortung in meinem Leben. In frühen Jahren bin ich natürlich auch schon mit meinem Bauchgefühl hingefallen, auf den A…. gefallen oder tief gefallen, Klausur versaut und und und. Ich hab ihm immer wieder eine Chance gegeben. Werde es auch immer wieder tun. Im Großen und Ganzen lag er aber immer richtig, bis auf einige nicht wichtige, oder besser, die muss man nicht erwähnen, Dinge im Leben. In meinem Leben. Er dankt mir mit Kribbeln im Bauch, mit richtigen Entscheidungen und Bauchweh. Ich bin ja ein Bauchmensch. Wenn irgendwas ist, reagiert er nicht immer mit wohligem Feeling, nein, er kann mich dann schon richtig ärgern. Dann zwickt es links und rechst, mal oben mal unten. Dann mag ich ihn nicht besonders. Wahrscheinlich hab ich selbst schuld, als Kopfmensch würde er nicht zwicken und zwacken. Zum Glück ist es nicht oft, das irgendetwas quer läuft, so bedank ich mich bei ihm, mit gutem Essen. Umsonst macht er auch nicht alles mit. Der Fresssack. Aber er bedankt sich immer wieder, leider manchmal zu oft und zu viel des Guten. Irgendwie bin ich ein Bauchmensch, nicht nur vom Kopf.

Veröffentlicht in Allgemein, Familie, Leben, Reise, Tour, Urlaub

Sommerferien 2016

Heute ist der letzte Tag der Ferien in Schleswig-Holstein. Wo sind denn nur die Wochen abgeblieben? Mir kommt es dieses Jahr vor, als wenn die Ferien in Turbozeit an uns vorbei geschlittert sind. Rein vom Fühlen, bin ich erst bei Woche 3, wenn überhaupt. Aber wir haben tolle Sachen erlebt, hatte schöne Tage mit Sonne und blauem Himmel. Erholsame Tage ohne Sonne und dunklen Wolken. Blöde Tage mit Regen und schwarze Wolken. Ich glaub, so waren die meisten Tage, dunkel, grau in grau.

Der Teeniezwerg war die meiste Zeit in unserer alten Heimat, entweder bei ihrer Busenfreundin oder bei Oma und Opa. Ein paar Tage war sie mit Opa segeln in Dänemark und Umgebung. Die 4. und 5. Woche war sie mit ihren Großeltern in Bayern. Also viel gesehen haben wir sie diese Ferien nicht. War aber keine große Umstellung, da man die Teenies heut ja eh sehr wenig sieht. Morgens kurz nach dem Aufstehen, dann irgendwann nach der Schule und dann vielleicht kurz abends nochmal, wenn der Hunger sie nach unten in die Küche lockt, ansonsten klebt sie in ihrem Kämmerchen zwischen Apps, YouTube und Whatsapp rum. Es war, fast so, als wenn sie gar nicht weg war.

So hatten wir fast die ganzen Ferien nur den Zwerg, der einen Nachmittag mit seiner Privatnanny unterwegs war. Ein Tag in den Ferien nur für uns. Da waren wir natürlich am Wasser, mit spontaner Nacktbadeaktion zwischen zig großen Steinen und riesigen Algen, die so schön am Bauch kitzelten.

Wir waren in Dänemark , haben viele Strände an der Ostsee besucht.Waren, wenn die Sonne schien meistens im Wasser.

IMG_4978Ich habe viel auf unserer Wildwiese verbracht und habe den Zwerg beim Plantschen in seinem Minipool beobachtet.Einmal waren wir kurz in Kiel zum Shoppen. Das war der schlimmste Tag in den Ferien, ich hasse shoppen, ich hasse volle Läden, ich hasse die Menschenmenge in den Läden und dieses Hin-und Hergedrängle. 2-3 Tshirts geschnappt und ab nach Hause. Puh. Zum Glück brauchte ich keine Schuhe, das geht gar nicht. Bis ich mich entschieden habe, schlimmer ist, überhaupt welche zu finden, die mir so einigermaßen gefallen. Ich habe keine hohen Ansprüche, müssen auch keine SchikkimikkiSchuhe sein, aber sie müssen mir gefallen – und das ist das Problem- mir gefallen kaum Schuhe. Es gab auch Tage, da hingen wir zu Hause ab, draussen sah es nach Mitte November aus, graue Wolken, grauer Himmel, graue Stimmung. Harry Potter und Ice Age kennt der Zwerg nun auch mit nicht mal 3 Jahren. Das Wetter war schuld. Dann gabs diese Tage, da musste man drinnen bleiben, weil der Boden im Garten nicht begehbar war. Der war heiß und die Luft war noch heißer. Da habe ich die Wolken echt vermisst. Ich finde von 14 Grad auf 28 Grad, an einem Tag versteht sich, sollte für nächstes Jahr verboten werden! Das bringt keinen Spaß. Das sollte sich der Sommer schon mal für 2017 sich hinter die Ohren schreiben-Jawoll! An heißen Tagen gab s meistens Schnellgekochtes, also entweder Hähnchen oder Döner vom Imbiss, oder selbstgemacht Grütze. Der Zwerg bekam Kartoffeln mit Gemüse, mehr war nicht drin. Gegrillt wurde natürlich auch. An Regentagen gabs dann Küchenschicht für mich, Herbstgerichte und viel Gemüse. Mir fehlte an manchen Tagen schon ein Kürbis. Aber da muss ich wohl noch kurz warten, ist ja bald wieder die Zeit.

Wir hatten uns extra ein neues Zelt zugelegt, nachdem das alte ( was wir kurz vor den Ferien) uns nicht gefiel. Schön in Richtung Skagen, Zeltplatz ect. war schon alles ausgesucht. Wann fahren wir? Ja….mal Wetter.de und Co. befragen! Vielleicht nächste Woche. Wann fahren wir?  Hm….soll noch Regen geben, aber die Woche darauf, da scheint drei Tage non-stop die Sonne.   Es wurde nichts draus. Aber nächsten Sommer, da wird das Zelt mal aufgebaut. Also, wir brauchen keine 30 Grad, aber zu mindestens keinen Regen. Mit Hund und Kegel wochenlang mit nassen Klamotten, da hab nicht mal ich Lust zu. Alles klamm und muffelig, nachts frieren die Füße ab und morgens knacken die Knochen. Ne, wir zelten nächsten Sommer, also, der Sommer der dann bald kommt.

Einmal waren wir an der Nordsee zum Matschelaufen. Herrlich, diesmal hatten wir keinen Schlamm im Gesicht, sondern nur an den Beinen, teils bis zu den Knien hoch, der Zwerg locker bis zur Hüfte.Weg war er….flutsch.

IMG_6016.JPG

IMG_6060.JPG

Das war in Westen in Nordstrand, in der Nähe von Husum. Davon werde ich aber noch gesondert berichten. So verliefen die Tage schnell, aber wir haben viel erlebt. Sogar den Garten haben wir einen Tag etwas schick gemacht. Aber nur etwas. An manchen Tagen konnten wir uns nicht aufraffen, aber faule Tage muss es auch mal geben. Da sind der Zwerg und ich nur zur Kumpelfreundin in der Nachbarschaft rüber zum Spielen und die Muttis haben einen Kaffee getrunken, so hatte der Papa mal Ruhe von uns.

Zum Glück wurden wir auch vor Krankheiten in der Ferien verschont, rund um uns herum hörte man viel Husten, Schniefen und Keuchen, sogar Ringelröteln gab es. Da warte ich noch drauf, weil wir gerade in der Ansteckungsphase mit dem Kind zusammen waren. Bock hab ich nicht drauf und der Zwerg wohl auch nicht. Meine Hüfte machte 2 Wochen etwas Ärger, aber mit der richtigen Dosis Schmerztabletten konnte ich die Tage einigermassen gut überleben und mich bewegen.

Verloren haben wir in den Ferien: 1 Zippo, 1 Tunnel ( Ohrring) und einen Badeschuh. Den Tunnel hat mein Mann nach Wochen unter meinem Nachttisch gefunden, haben da ja nur ungefähr Hundertmal nachgeguckt. Das Feuerzeug ist bis heute verschwunden, da freut sich nun jemand anderes drüber. Habe meinem Mann aber mit viel Glück, nochmal genau das Selbe ergattern können. Ja und der Badeschuh…verloren in Aschau, 4x nachgeguckt, im Sand, in den Dünen, in den Büschen und Gräben-nix. Letzte Woche war Aschau mal wieder dran und siehe da, plötzlich hing der Latschen am Geländer der kleinen Brücke, die wir von oben und unten abgesucht haben. Natürlich, nachdem ich meinem Mann neue gekauft habe.Der Zwerg hat viele neue Wörter gelernt, ist frecher denn je und läuft immer noch überwiegend auf Zehenspitzen. Er saß ein paar mal auf seinem Topf und hat seine Minigeschäfte erledigt.Und auf einmal kamen die Angstphasen. Regen-aua. Gewitter-aua. Heia-aua. Alles war plötzlich schlimm und macht aua. Ein Regentropfen und er sitzt freiwillig in seiner Kutsche mit dem Verdeck oben. Regnete es zur Schlafenszeit….Mammmmaaaaaaa Papppppppaaaaaa Mammmmmpaaaaaaa. AUUAAAAAA. Ob im Auto oder unterwegs…..Auuuuaaaaaaa. Sogar der Strandbesuch war AUAAAA! Zum Glück geht das wieder, jetzt ist er wieder bis zum Anschlag im Wasser.Oh nein, ein Krebs! Mammmmmammmmaaaaa Pappppappappappaaaaaa Mammmpaaaaa!Auuuaaaaa Arrrrrm. Ohm.Und das als Badenixe. naja, Phasen gehen ja wieder. Die Nächte waren in den letzten Tagen auch nicht erholsam, lag mehr beim Zwerg als neben meinem Mann. Was er geträumt hat, weiss ich nicht, aber ich wette von REGEN!

Ich hatte dann die Idee, ihm einen CDPlayer ins zimmer zu stellen, er durfte sich 2 Cds aussuchen. Masha und der Bär und die andere war eine vom Sandmann. Ok, die erste Runde war ok, ich schlaf meistens schon nach der 33 Rille der CD ein. Unser Zwerg nicht. Mammmmaaaaa Bääärrrrrr.  Annnn.MAMMMMMAAAA? Mit viel Überredenskunst konnten der Zwerg und ich mich dann auch Sandmann einigen. Pustekuchen. Mammmmmmaaaaaa. Ausss. Bäääär ANNNNNN! So geht es nun jeden Abend.Vorletzte Nacht bin ich mal neben meinem Mann aufgewacht.

In der Ferien hatte ich dann auch mal Zeit, alleine mit dem Mottenhund Gassi zu gehen. Fand sie, glaub ich, ganz gut. Mal ohne den Zwerg in Ruhe mit Ball auf der Wiese zu liegen und auf dem Ball rumzukauen. Keiner flitze hinter ihr her und wollte sie zwicken. Ja, lieber Mottenhund…unsere einsamen Stunden sind fast vorbei.

Zeit um meine Fußnägel neu zu lackieren hatte ich nicht gefunden. Auch ok, so spar ich mir jetzt den Nagellackentferner.  Also viel geschafft habe ich in den Ferien nicht viel. Ein paar Kunden abgearbeitet, ein paar mal gesaugt, Wäsche gewaschen, den Pizzaservice genervt, ein wenig Haushalt, aber immer nur das Wichtigste, mich ein wenig mit Ebay-kleinanzeigen rumgeärgert, Arzttermine für die Herbstferien gemacht, geblogt, Photos geknipst, Freundebesuchen, habe ich auch nur einmal geschafft. Vieles ist einfach liegen geblieben-was kann ich auch dafür das die Ferien diesmal so kurz waren?

Wir hatten aber trotz des Zeitdrucks eine tolle Ferienzeit. Freue mich aber schon auf die Schulzeit, endlich mal wieder geregelte Zeiten, endlich mal wieder richtig kochen, endlich mal wieder zum Turnen, endlich mal wieder den Haushalt schmeißen ( äh, die Tastatur hat sich selbstständig gemacht) endlich auf die Herbstferien warten.

 

 

 

Veröffentlicht in Allgemein, Autos, Familie, Leben, Milch, Reise, Tour, Urlaub, Wohnmobil

Sommertrip 2015 Teil2

Nachdem wir Bad Abbach hinter uns gelassen hatten, kam die Sonne raus. Was gibt s schöneres als Sonne, wenn man auf der Strasse ist?!  Jetzt endlich ging es zu den Bergen.Hatten auch die Schnauze voll von der huppeligen A9, alle 2 Meter ein Huppel. Viel länger hätte mein Magen das auch nicht mehr mitgemacht…huppel, huppel… Wegen dem Rentner Hehni mussten wir schon gucken, wo es nicht ganz so steil wird. Mit 40 auf der Autobahn ist schon nicht schön. Gerade wenn hinter dir ein fetter Monstertruck mit Tempomat 100 fährt und dich versucht, weg zu hupen. Was für ein Lärm. Der Zwerg hatte gerade seine Sirenenzeit, bei jedem blinkenden Fahrzeug ( Feuerwehr, Krankenwagen, Polizei, Bauwagen und andere)  und bei jeder Baustelle kam von hinten ein üiüioüiiiüi ( oder so ähnlich). Über Kilometer und Stunden, non stop. Toll an so einem Wohnmobil ist, das man als Mama non stop nach hinten laufen kann, ohne sich allzu doll zu verbiegen. Es gab Zeiten, da war ich mehr hinten als vorne. Mammaaaa! Trinken holen. Mammmmaaaa. Nulli war unten. Mammmaaaa. Buch ist zur Seite gerutscht. Mammmmmmaaaa. Hunger stillen. Mammmaaaaa. Keine Ahnung. Mammmmmaaaaa. Nur mal so. Hatte dann so für mich gedacht, jeder Gang macht schlank. Pustekuchen, wenn man jedesmal etwas Essbares mit nach vorne nimmt. Auch wenn das nicht zählt!

Vorbei an München und Rosenheim. Richtung Chiemsee. Geplant war beinahe der Gardasee, aber, wie schon gesagt, mit 40 über den (gefühlten) Himalaja!? Also Chiemsee! Hatte früher zu Surfzeiten in den 80ern auch eine Jacke von der genannten Marke. Ich sah schon Berge. So richtig hohe Berge. Mein Herz bummerte. Schön.

20150724_175712_hdr_mode_1.jpg

Am Gardasee vorbei nach Übersee, dort war unser nächstes Ziel. Ein kleiner privater Stellplatz auf einem Bauernhof in Stegen. Klein war er nicht mehr, in all den Jahren wo die Walburga diesen Platz betreibt, hat sich ihre Gastfreundschaft rumgesprochen, dementsprechend „größer“ war er nun. Ich hatte vorher extra angerufen um einen Platz zu ergattern. Richtig rosig war die Antwort nicht, ziemlich voll, aber wir können es gerne versuchen. Ok, angekommen. Voll. Ziemlich voll, bis auf 2 vorrservierte Plätze. Aber, wir die geborenen Glückskinder, bekamen eine Stellplatz direkt vor ihrem Haus mit angrenzenden Gärtchen nur für uns! Das passte. Tür auf und der Kleine hatte einen eingezäunten Garten nur für sich. Äh, was machen die ganzen Leute bei uns im Garten? Ein Kaninchenfreilauf und zig freudige Kinder mit ihren Eltern. Hm, die gehen ja auch irgendwann mal schlafen oder? Ja, sind sie, gegen halb 10 abends war Feierabend, da kamen die Nickels in den Stall. Ich muss echt sagen, so eine liebe Person, wie die Walburga habe ich selten in meinem Leben getroffen. Unser Alter, sah aber mindestens 10 Jahre älter aus. Nur im Gange, großer Hof, eigene Schlachterei, Kühe und dann im Sommer bis Herbst diesen Stellplatz. Trotz vieler Arbeit war sie immer zu sprechen, hatte immer ein Ohr für alles und jeden. Da die Wäsche schon etwas müffelte, fragte ich sie, ob es eine Möglichkeit im Ort gäbe, um zu Waschen. Nein. Aber sie muss eh gleich noch ein paar Maschine waschen, also her damit. Ach, was hab ich mich gefreut. Nach ein paar Mal freundlichen Abwinken, gab ich ihr unsere Schmutzwäsche! Abends saßen wir dann noch auf ein Bierchen in unserem Privatgarten mit Blick aufs Haus. “ Du Schatz, ist das nicht deine Unterhose da oben auf dem Balkon?“ Da hat die Gute doch tatsächlich auch noch unsere Wäsche aufgehängt, war mir das peinlich. Meine Unterhosen hoch oben. Am nächsten Tag lag alles säuberlich in einem Korb neben unserem Eingang. Ich hätte sie erschlagen, wenn sie die auch noch gebügelt hätte. Toller Mensch.

20150726_080500
Unsere Wäsche

Wir blieben 2 Nächte. Am nächsten Tag schnappten wir uns unsere Fahrräder und es ging zum Chiemsee.

20150725_104122_hdr_mode_1

20150725_104243

20150725_110939_hdr_mode_1
Faltenmodus

20150725_113317

Das war ein toller Ausflug. Zurück ging es dann durch die Ortschaft, wir mussten unseren Proviant aufstocken.

20150725_204728

Der Abend war gerettet. Wir haben am 2. Tag einen anderen Stellplatz bekommen, da wir etwas im Wege standen. Aber der Platz war auch angenehm. Der Mottenhund, auch Alf genannt, wenn Katzen in der Nähe waren, hatte dann auch prompt Freundschaft geschlossen:

20150726_084334

Ich traute meinen Augen nicht und konnte vor lauter Sonstwas kaum atmen. Die armen Katzen. Sie lag da aber recht entspannt, wahrscheinlich wusste sie nicht so recht was da kam. 3 kleine Kätzchen. Frech. Mutig. Frassen sogar ihr Futter auf und spielten im und am Auto wilde Sau. Stellplatz 2 Tage +Honig und Wäsche 30€

20150725_081041_hdr_mode_1

Leider mussten wir dann auch weiter. Diesmal leider wieder von den Bergen zurück in Richtung Heimat. Das nächste Ziel war Ingolstadt. Der Stellplatz war Mitten in der Stadt. Laut.Voll.Dreckig. Wir blieben dort nur zum Parken. Und Wasser auftanken. Und für einen Stadtbummel.20150726_154416

20150726_165831

20150726_165919

Nach einem Stadtbummel ging es dann weiter zum Altmühlsee nach Gunzenhausen. Ein großer Stellplatz, der mehr an einen Schotterparkplatz erinnerte, lud uns für eine Nacht ein. Endlich waren auch mal junge Menschen mit ihren Womos unterwegs, aber hier gabs auch tolle Surfmöglichkeiten. Auf den meisten Plätzen trifft man eher auf Rentner, die wochenlang, wenn nicht monatelang mit ihrem Gefährt unterwegs sind. Dementsprechend lauter war der Platz auch gegen Abend.

20150727_090007_hdr_mode_1

Kurzer Spaziergang mit dem Zwerg und Mottenhund, der Tag war leider verregnet.

20150727_091028
Agility am Hundestrand!

20150727_112721

Kosten: äh…da war ja niemand

Weiter ging es nach Thulba in Oberthulba. Der Platz ähnelte eher einem Kleingärtnerverein. Irgendwo zwischen festen Campingwagen und Gestrüpp fanden wir unseren Platz. Genau 2 Plätze neben dem Eigentümer, der zum Glück nur dort übernachtet hatte. Die Umgebung war traumhaft. Nebenan war eine kleine Liftwasserskianlage. Und ein uriger Bach mit einer alten Schleuse. Gegen Abend bekamen wir noch Besuch gegenüber. 2 Bullis aus Belgien. 2 Paare mit lauten Hund. Und Grill. Bis spät in die Nacht wurde gefeiert. 4 Leute können Krach machen wie 40. Toll. Ok, wir waren auch mal jung. Nahmen wahrscheinlich auch wenig Rücksicht auf andere. Aber nicht bis 4 Uhr morgens!!!!!Stellplatz: 10€ plus 1,50 für 5 Minuten warmes Duschwasser

Am nächsten Tag verliessen wir dann Bayern, es ging nach Hessen. Irgendwie mussten wir die Kassler Berge umgehen und zwar mit einem gewaltigen Umweg. Hatten uns etwas verfranzt und durften dann über eine halbe Stunde  wieder zurück. Ja, ne….ich kann nicht immer den Navi bedienen. Sorry, mein Schatz. Es ging diesmal nach Korbach, offiziell eine Hansestadt. Wir fanden dort einen kleinen feinen Platz am Ederseebahn-Radweg. Klein,aber fein. Und ganz nette Leute. Hatten gleich eine Ersatzomi für den Zwerg gefunden.

20150728_204144.jpg

Abends liessen wir es uns gut gehen mit Gegrilltem und kühlen Bier. Übrigens waren wir fast alleine auf dem Platz, neben uns stand noch ein Wagen, aber ich glaube unbewohnt, jedenfalls sah man dort niemand. Duschen und WCs TOP. Sauber und nett. Aufenthaltsraum und alles was der Camper so benötigt. Hessen war eine Reise wert, nicht wahr mein lieber Mann?  Insgesamt kostete der Platz mit Dusche: 12€

Weiter ging es zu unserem letzten Halt. Nach Bad Pyrmont. Ich fand allein den Namen schon immer etwas vornehm. Jetzt vor Ort, ich weiss nicht. Der Stellplatz war riesig, der Gang zu den Toiletten war noch weiter weg, als geahnt. Dazu noch öffentlich. Der Stellplatz war direkt neben einem Tierpark. Fanden wir im ersten Moment klasse, alleine wegen dem Zwerg. Der Eintrittspreis war dann nicht mehr so toll, also nicht rein, da kann ich ja bockig sein. Sind dann allemann in den Kurpark gegangen. Der war schön, zwar auch mit Eintritt, aber das lohnte sich. Am Besten war der Barfusspfad.

20150729_172209.jpg

Nicht nur der Zwerg hatte seinen Spaß, herrlich wie so der Matsch zwischen den Zehen hoch kommt. Es ging über Gras,Sand, Steinen, blauen Glasscherben in den Matsch. Ich weiss nicht mehr wer am Längsten drin bleiben wollte! Ich glaub wir alle drei. Danach gings noch zum Kneippen. Alles was mit Wasser zu tun hat, findet der Zwerg toll. Und Matsch nicht zu vergessen. Nach stundenlangen Laufen, ging es dann müde nach Hause, also zu Hehni. Noch eine Tour mit dem Mottenhund gedreht und dann ging es ab. Nicht bei uns, sondern neben an im Zoo. Wusstet ihr wie laut Affen schreien können? Stundenlang? Die anderen Tiere hörte man kaum raus. Das ging bis spät in die Nacht, kurz pennen ( die Affen) um dann morgens um 5 wieder fit zu schreien. Das war furchtbar, noch furchtbarer war, das der Mottenhund nachts Durchfall bekam und nur ich so etwas höre. Ich musste nachts raus. Zwischen Affen und wilden Tieren. Ohne Licht. Ganz alleine mit einem Hund, der bei Gefahr eher auf meinen Arm springen würde, als mich zu beschützen.

20150729_194037

Stellplatzgebühren 16, 50€  Der Regenbogen hatte leider nicht mal den Gestank vom Tierpark überglückt.

IMG-20150729-WA0012

Am nächsten Morgen ging es dann wieder in die Heimat zurück. Es waren tolle 11 Tage mit Hitze, Sonne und Regen plus Gewitter. Wir hatten tolle Plätze gefunden, nette Menschen getroffen. Wahnsinns schöne Ecken in Deutschland besucht. Kurz, es war ein traumhafter Urlaub 2015.

20150722_072942.jpg
Tschüß Hehni

Hier noch ein zwei Bildchen

20150721_121329.jpg
´Wer kommt auf Lederhose? Und wieso?

20150724_133110.jpg

20150726_142747.jpg

20150729_095418.jpg
Dafür hatte ich so viel Töpfe mit

20150803_203409

IMG-20150723-WA0001

IMG-20150728-WA0013.jpg
Der Lieblingsplatz vom Mottenhund

 

IMG-20150720-WA0010
Auch Körperpflege muss im Urlaub sein

 

Hehni bekam im Juni 2016 neue Besitzer. Wir hoffen, das er genau so viel Spaß hat, wie er den mit uns hatte!

 

Veröffentlicht in Allgemein, Familie, Leben, Urlaub

Reiselust im Norden Teil5

Sonne…trocken und ab ging es eigentlich wieder nach Aschau, da aber der Zwerg 5 Minuten vor dem Ziel einschlief ( kein Mittagsschlaf) haben wir uns kurz entschlossen weiter zu fahren nach Klein Waabs.

In Klein Waabs haben wir uns schon im Frühjahr verliebt, wir wollten uns dort ein Haus kaufen und waren am Tag der von uns „privaten Besichtigung von aussen“ ( danke Google Maps) schon mal am Strand. Strand mit Steinen, Steinen und einer schönen Steilküste, genau mein Ding. Das Haus, was wir nur von aussen gesehen hatten, war schon fertig eingerichtet worden von uns – wir wohnten quasi schon dort – und alles wegen des Strandes! Einsame Ecke, einsamer Strand und Steine. Wir haben uns sofort verliebt. Der Ort gehört zur Gemeinde Waabs :

Waabs (dänisch: Vabs, historisch auch Vabenæs, niederdeutsch: Woobs) ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Sie besteht aus den Dörfern Kleinwaabs (dä: Vabs), Großwaabs (Store Vabs) und Langholz (Langholt) und schließt die Ortsteile Aschenberg (Askbjerg), Booknis (Bognæs), Hökholz (Høgholt), Hülsenhain (Hylsenhajn), Karlsminde, Lehmberg (Lemberg), Ludwigsburg (Ludvigsborg), Neuschlag, Sophienhof, Ritenrade, Rothensande und Waabshof ein. Sie entstand durch die Auflösung der Gutsbezirke im Jahr 1928.Quelle : Wiki

20160814_172904_hdr_mode_1

Leider hatte ich nur mein Handy dabei, aber zum Glück hat es ja auch eine Kamera. So konnte ich ein paar Bildchen vom Strand machen. In und um Waabs sind viele Campingplätze und Ferienwohnungen und -häuser. Aber der Strand ist trotzdem nicht überfüllt. Fährt man durchs Dorf kommt man auf eine kleine Strasse (fast Feldweg) Richtung Wasser/ Campingplatz, leicht rechts halten und schon steht das Auto auf einem feinen Waldparkplatz, im Sommer ( also wenn es heiss ist ) perfekt zum Parken, so hat man später ein angenehm kühles Auto. Direkt vor dem Strand lädt ein kleiner Imbiss zum Verweilen ein. Sogar eine kleine Slipanlage gibt es für Trailerboote, also einen gepflasterten Weg ins Wasser. DLRG ist auch vor Ort. Rechts vom Strand ca. 150m beginnt der Hundestrand Richtung Steilküste.

20160814_165724_hdr_mode_1_t.jpg

20160814_165720_hdr_mode_1

20160814_165714_hdr_mode_1.jpg

Es war zwar bewölkt mit Sonne, aber es war trocken und das Wasser klar und einladent auf ein zwei Bäder. Badeschuhe bloss nicht vergessen. Nach 2m Steinen gibt es dann aber Sand unter den Füssen.

20160814_175921

20160814_175856

Der Ort veranstaltet auch einige Sachen für die Gäste, zum Beispiel jetzt Ende August gibt es ein Oldtimertreffen

Samstag, 27.08. – Sonntag 28.08.2016
Oldtimertreffen und US-Cars
Parkplatz am Campingplatz Heide
Beginn: wird noch bekannt gegeben
Veranstalter: Uwe Köhler und Oldtimerfreunde

Eine Fahrradtour am 14.8.2016

Sonntag, 14.08.2016
Fahrradtour des DRK
Treffen an der Touristinfo Kleinwaabs
Beginn: 14.00 Uhr
Veranstalter: DRK Waabs

und vieles mehr.

20160814_180115

20160814_173244.jpg

Der Zwerg wieder in seinem Element.

20160814_172921_hdr_mode_1.jpg

20160814_183140

 

Ja, endlich nach zig Jahren mal wieder einen versteinerten Seeigel!20160814_180128.jpg

20160814_172858.jpg

Papa weit weg am Schwimmen…..wo der wohl hin wollte?!

 

Aus unserem Traum in Klein Waabs ist leider nichts geworden, 2 Besichtigungen , die eine war perfekt, nur jemand anderes war schneller und wahrscheinlich großzügiger und das andere wollten wir nicht einmal geschenkt haben! Aber warten wir es mal ab…..

 

Veröffentlicht in Allgemein, Autos, Familie, Leben, Urlaub

Reiselust im Norden Teil4

IMG_5621_hdr_mode_1

Der Bericht über Rømø kommt doch. Das Feuerzeug ist leider nicht mehr aufgetaucht, dafür, Dank Carglass, sieht unsere Scheibe fast wie neu aus. Nur das Ticket muss ich noch bezahlen…und dort anrufen.

Rømø [ˈrœmʏː], deutsch Röm [ˈrœm]  und friesisch Rem [ˈɾɛm] ist die südlichste dänische Wattenmeerinsel. Sie liegt etwa sechs Kilometer südlich der Insel Mandø und drei Kilometer nördlich von Sylt. Rømø ist mit seinem kilometerbreiten befahrbaren Sandstrand ein beliebtes Ferienziel. Quelle: Wiki

Ich weiss nicht, ob ich über diese Insel etwas schreiben muss!? Kurz und knapp: Ich fühl mich dort einfach irre gut, Erholung pur, weiter Strand, tolles Nordseemeer – einfach geil! Vielleicht sollte man unbedingt den Sandstrand erwähnen, es ist Nordeuropas breitester Sandstrand (Havsand im Süden und Juvre Sand im Norden), der bei Niedrigwasser rund 4 km breit ist; ein Großteil dieser Sandmassen wird von der Nachbarinsel Sylt abgetragen und auf Rømø angespült. Rømø ist aber eigentlich Strandbekannt.

Ich möchte heute nicht viel schreiben, Rømø muss man einfach mit eigenen Sinnen erleben!

 

stranddüne

sturm

strandauto

bjuIMG_5613_hdr_mode_1

strand_hdr_mode_1

dünestrand

möwenbju

stpauli

motte

manu

möwenbju

Bilder sagen mehr als Worte….also auf nach Rømø

Ps. Die Strände sind aufgeteilt…Lakolt ist der eher zum Relaxen, laufen und nix tun. Der sydstrand ist der Sportstrand, also nichts für Kleinkinder!